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Verhalten im Auto / Verkehr – rücksichtslos oder freundlich?

Alltag - Alltägliches mitten aus dem Leben

Das Thema Verhalten im Auto / Verkehr  ist ein Thema, dass einige Gemüter erhitzen lässt. Wenn es um Diskussionen und Klischees geht dann wirds schon mal rasant am Diskussionstisch. Ob man über „ältere Männer mit Hut“, Sonntagsfahrer, Drängler, Frau am Steuer oder Blinkmuffel fachsimpelt.

Heiligtum Auto

Einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist schon mal schwierig. Ein Teil der „Autosphäre“ regt sich gerne über irgendwen oder irgendwas auf. Könnte man meinen. Das „heilige“ Auto bewegt uns Menschen nicht nur räumlich, sondern viele auch emotional. Mancher gibt viel Geld für das beste Motoröl aus, nimmt beim Essen aber gerne das billigste Sonderangebot. Für einige ist das Auto Statussymbol, mit dem man sich „gut“ darstellen kann.  Für mich ist es Mittel zum Zweck, also ein – derzeit allerdings wichtiges – Fortbewegungsmittel.

Wie aber ist es mit dem Verhalten im Verkehr? Ich fege mal eben schnell den Dreck vor meiner eigenen (Auto) tür

  • Regen mich Drängler auf der Autobahn auf?
  • Verspüre ich den Wunsch distanzlose Fahrzeugführer auf den Mond zu schießen.
  • Was mach ich mit jenen, die nicht wissen, wo der Blinkerhebel ist. Das ist meist der selbe Hebel, wie jener, den man fürs Lichthupen benötigt.
  • Und die, die ständig zu schnell fahren. Die könnt man doch mal kräftig sonst wohin treten.
  • Bin ich möglicherweise ein „Verpisst Euch, hier komme ich Fahrer„? oder
  • Einer der Gattung: Platz da, ich komm mim *piep*zda.

Um aber mal in medias res zu gehen. Leider kann ich das selber ja nicht mehr und es fehlt mir schon sehr. Ich bin war nämlich ein durchaus leidenschaftlicher Autofahrer, wenngleich ich „überflüssige“ Fahrten – der Umwelt zuliebe – weitestgehend vermied. Sonntagsausflüge erlaub(t)en wir uns aber schon mal.  Ich bezeichne mich als rücksichtsvollen Autofahrer. Wenn jemand mit mir fuhr, war ich immer besonders besonnen. Ich fuhr gerne zügig, aber umsichtig. Ich bin kein Drängler, „rege mich aber auch schon mal auf“, wenn jemand auf der Autobahn die linke Spur für sich reserviert. Ganz prickelnd, wenn die Bahn dreispurig ist und die mittlere genügen Platz böte. Ich klebe deswegen aber nicht an der Stoßstange des Fahrers vor mir.

Ein vernünftiges Auto soll seinen Besitzer überallhin transportieren – außer auf den Jahrmarkt der Eitelkeiten. Henry Ford

Entspannung oder aufregend?

Ich bin im Laufe der Jahre grundsätzlich entspannter geworden. Was mich aber nach wie vor nervt, sind viele Autofahrer hier, wenn mal zufällig etwas Schnee sein sollte. Nä nä, man könnte denken, nur weil eine 1 cm dicke Schneematschschicht liegt, halten sie gleich an, um Schneeketten aufzuziehen. OK, ich hab vielleicht den Vorteil im Sauerland bei richtig viel Schnee Fahrstunden gehabt zu haben. Meine Prüfung fand auch bei sehr winterlichen Bedingungen statt. Ich hab auf Schaltwagen Prüfung gemacht. Kurzum, ich bin da andere Winterverhältnisse gewöhnt.

Teilweise macht das Auto fahren heute kaum mehr richtig Spaß, wenn man gerne „zügig“ fährt. Alle paar Meter kommt eine 30er Zone. Und die Städte sind oft dicht. Wer mal nach Köln in der Stoßzeit auf der Rheinuferstraße fahren muss, der weiß, wie Geduld funktioniert, so man sie denn abrufen kann. Ich bin froh, dass ich das nicht mehr muss. Selbst in Bonn lernt man „stop and go“. Je nach dem, wann man wo hin muss, ist man mit Bus und Bahn fast besser bedient. Ich find am Besten ist, wenn sich andere Fahrer aufregen. Dann spare ich mir das und schone meine Nerven. Ich amüsier mich dann lieber. Was ich ehrlich gesagt nicht verstehen kann ist, dass noch immer Autofahrer am Steuer telefonieren. Ich meine mit Handy am Ohr.  Per Freisprecheinrichtung machen wir das auch, wenn nötig.

Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung. Wilhelm II.

Zornig könnte ich werden, wenn LKW-Fahrer auf der Bahn mal eben während der Fahrt Zeitung lesen. Die können sicher alle gut fahren, aber das ist in meinen Augen fahrlässig. Und das hab ich schon erlebt. Wütend machen mich richtig rücksichtslose Autofahrer, die auf der Autobahn Zick-Zack-Überholmanöver durchführen und dabei noch einen Krampf im Mittelfinger bekommen, den sie den überholten Fahrern gerne auch deutlich zeigen.

Verhalten im Auto / Verkehr – rücksichtslos oder freundlich?

Ich bin ein weitestgehend toleranter und besonnener Fahrer, der  gerne zügig, aber rücksichtsvoll und umsichtig fährt. Die Sturm und Drangzeit dürfte ich schon ein Weilchen hinter mich gebracht haben.

Übrigens möchte all das eine – Zitat: „tiefenentspannte Auto-Schnecke“ – wissen. Neben der Autosphäre ist sie auch in der Blogosphäre nicht ganz unbekannt.

Übrigens: Der Horst wagt doch die These, dass verhaltensauffällige Verkehrsteilnehmer, aggressiver bloggen als andere. >guckt ihr< Ich kann aber schon mal beruhigend verraten, dass diese Überschrift mit einem Schmunzeln gelesen werden kann.

Was sagen andere Blogger?

Nachtrag: Ednong glaubt auch, dass der Straßenverkehr angenehmer, gingen alle ein bisschen ruhiger an die Sache. Er wünscht sich, dass es weniger Egoismus gibt, zum Beispiel beim Reißverschlußverfahren. breakpoint geht meist lieber auf Schusters Rappen, weil ihr die Bewegung gut tut und sie sich nicht wegen der Parkplatzsuche ärgern möchte. Marc findet auch, dass ein Auto auch nur ein Auto ist. Ein Gebrauchsgegenstand und Fortbewegungsmittel. Sabienes findet, dass der Bahnverkehr deutlich besser ausgebaut gehört und dem kann ich nur zustimmen. Henning Uhle hat festgestellt, dass das Verhalten im Straßenverkehr in Leipzig an Aggressivität gewonnen hat. Ludwig findet, dass Autos kein Statussymbol sind und findet es eher lächerlich, wenn das „starke Geschlecht“ die Länge seines Geschlechtsteils kompensieren möchte.

Wie ist es bei euch?
Rüpelt ihr?
Regt ihr euch auf?
Oder fahrt ihr locker flockig und immer rücksichtsvoll?
Wie steht es um die Autofahrer-Klischees?
Oder, was gibt es sonst zu sagen?

20 Kommentare

  • Hallo Hans,

    Autofahren in und um Köln sollte man generell einfach lassen, wenn man es nicht unbedingt muss. Ich kann nur bestätigen, dass das eine einzige Geduldsprobe ist. Im Anschluss an die Rheinuferstraße empfehle ich auch sehr den Chlodwigplatz, ein schöner Kreisverkehr mit rundherum Zebrastreifen, einer Bushaltestelle und Bahnhaltestelle. Zur Belustigung kommt dort alle 3 Min. eine Bahn, die mitten durch den Kreisverkehr fährt. Man kann da also gut 20 Min. einkalkulieren, um dort vorbei zu kommen 😉

    Hm, vielleicht schreibe ich später auch noch etwas dazu 😉

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Guten Morgen liebe Sarah,

      jau, wenn es geht, dann ist man mit der Straßenbahn schon besser beraten.
      Du als Paris-Kennerin wirst wissen, dass es dort noch chaotischer ist. So ist zumindest mein Empfinden, aber eigentlich ist es ja in jeder Stadt so. Dass da Autofahrer immer angespannter werden, ist ja quasi „normal“. Ich bin im Grunde ein geduldiger Mensch. Aber Ewigkeiten im Stau stehen macht mich kirre.

      Bin gespannt auf deinen Beitrag.

      Bis dahin einen lieben Gruß
      Hans

  • Hallo Hans,

    Oje ein Thema, da könnte dir mein Mann sicher einiges erzählen. An sich bin ich keine Raserin, rege mich aber schnell auf und fange zu schimpfen an. Leider werden die Klischees aber auch bedient und treffen zu 80% zu, bei mir. Mir wird nachgesagt aggressiv zu fahren, wenn ich mich aufrege, hab ich noch nie gemerkt *gg*
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      danke für deinen Kommentar.
      Man sagt ja auch gerne mal, dass „ältere“ Männer mit Hut einen nervtötenden Fahrstil pflegen. Ein Klischee, aber ich meine, eine Tendenz zur grundsätzlichen Richtigkeit vernehmen zu können. 😉

      Kann mir gar nicht vorstellen, dass du aggressiv fahren kannst. A pros pos, das Thema „Frau am Steuer“ hätte man doch durchaus etwas genauer betrachten können.

      Lieben Gruß und komm gut ins Wochenende
      Hans

  • Hallo Hans,
    ich bin natürlich die beste Autofahrerin von Welt, eh klar… 😉 und ich neige dazu mich aufzuregen, wenn zum Beispiel erst angehalten und dann geblinkt wird (dann kann man´s auch gleich lassen) oder in der Stadt mit 41 km/h rumgeschlichen wird… Leider bringt sich aufregen halt leider nichts (außer vielleicht irgendwann ein Magengeschwür), die Anderen fahren deshalb auch nicht so wie ich mir das vorstelle 😉
    Liebe Grüße
    somka

    • Hallo somka,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar.
      Dass du die beste Autofahrerin bist, hätte ich natürlich im Beitrag in passender Würde erwähnt.
      Das Dilemma, dass immer die anderen blöd fahren, ist hier auch.

      HG Hans

  • Hallo Hans,

    ein heikles Thema.

    Da fehlen noch die Autofahrer, die beim Überholen von Fahrradfahrern nicht den vorgeschriebenen Mindestabstand einhalten, sie schneiden, die Vorfahrt nehmen, wild gestikulieren und hupen, wenn sie mal langsamer fahren müssen, weil ein Fahrradfahrer abbiegt, sich über Fahrradfahrer aufregen, die auf der Straße fahren, weil es keinen Fahrradweg gibt.

    Man kann sich auch über Radfahrer aufregen, die rechts statt links überholen, auf dem Gehweg oder auf der falschen Seite fahren, nebeneinander oder in Gruppen, so dass niemand mehr Platz hat zu überholen, die bei Rot über die Ampel fahren, weil der Anführer der Gruppe schon auf der anderen Seite ist.

    Man kann sich auch über Fußgänger aufregen, die gerne an Bushaltestellen auf dem Fahrradweg stehen, und nicht gewillt sind, auszuweichen, wenn ein Radfahrer kommt.

    Wenn gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr eine Selbstverständlichkeit wäre, wäre es sehr viel einfacher.

    Sich aufregen nutzt nichts, das ist heute leider so.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      und danke für deine Meinung.

      Ich habe das, was du erzählst ja am eigenen Leib erfahren, als ich vor ~3 Jahren begann, intensiv Rad zu fahren (fehlt mir auch). Zwar in der Hauptsache auf Nebenstraßen, aber es lässt sich ja gar nicht vermeiden auch auf verkehrsreichen Straßen zu fahren.

      Ich wurde mal ausgebremst, von einem wütenden Autofahrer, der meinte erzieherische Maßnahmen tätigen zu müssen. Ich kam ihm auf einer Einbahnstraße entgegen. Der schimpfte und wollte mich anzeigen. Erst als ich ihm verdeutlichen konnte, dass wir beide in die richtige Richtung fuhren, wurde er kleinlauter. Für Autos und Co ist es eine Einbahnstraße. Es gibt aber für Fahrräder einen extra markierten Weg, der ein „Entgegenkommen“ erlaubt, auch wenn die Straße nicht sonderlich breit ist.

      Durch das regelmäßige Radfahren lernt man eben auch mal die andere Sicht kennen. Und ich kann dir sagen, dass hier die Verkehrssituation alles andere als immer Fahrrad-freundlich ist. Viele Radwege müssen mit Fußgängern geteilt werden – das begeistert beide Seiten nicht – und an unmöglichen Stellen soll der Radfahrer dann wieder auf die Straße. Das erfreut manchen Autofahrer wirklich auch nicht.

      Manche Fahrer glauben das *ichhabimmerrecht* Gen zu haben.

      Viel mehr gegenseitige Rücksicht wäre wirklich klasse. Allein mir fehlt der Glaube daran.

      Komm gut ins Wochenende.

      Lieben Gruß
      Hans

  • Hallo Hans,

    ich komme gerade aus einem kurzen Heimaturlaub in Hamburg zurück, wo ich zum ersten Mal seit über einem halben Jahr wieder selbst am Steuer gesessen habe. Hier in Peking mag ich (noch) nämlich nicht selbst fahren, das ist mir hier einfach zu unübersichtlich, Sicherheitsabstände gibt es nicht, Regeln sind eher Vorschläge, an die sich nur zum Teil gehalten wird… Wichtigstes Teil am Auto ist die Hupe, und Spurhopping ist Standard, nicht Ausnahme. Staus und Stockungen haben hier ganz andere Dimensionen als in Europa. Jedenfalls denke ich nun: liebe Hamburger/Deutsche, stellt Euch mal nicht so an, nicht nur verkehrstechnisch lebt ihr auf der Insel der Glückseligen! (Ich weiß, der blödeste Stau ist trotzdem der, in dem man gerade selber steckt.)

    Nun bin ich aber wohl auch eher der Typ „tiefenentspannte Autoschnecke“, aber ohne andere zu behindern; Rücksicht, Vorsicht, Nachsicht sollte für alle, egal mit welchem Tempo unterwegs, gelten. Am liebsten fahr ich in Skandinavien. Da hält man sich nicht nur wegen drakonischer Strafen ans Tempolimit, sondern auch weil jederzeit mal ein Elch oder Rentier (oder gleich ne ganze Herde) die Straße blockieren könnte. Und da es dort oben um ganz andere Entfernungen als in Deutschland geht, merkt man irgendwann, dass man mit 120 km/h vielleicht nen Tick länger unterwegs ist, aber deutlich weniger gestresst ankommt, als wenn man permanent auf 180 ist.

    Lieben Gruß aus der Autohölle Peking
    Linni

    • Hallo Linni,

      danke herzlich für deinen Kommentar.
      Das kann ich mir vorstellen, dass in Peking ganz andere Straßenverkehrs-Verhältnisse herrschen. Smog ist doch bei euch leider quasi ein Dauerzustand?

      Hier macht sich oft das schnelle Fahren gar nicht bezahlt. Jemand der stetig langsamer fährt kommt durchaus zur selben Zeit an, wie der „Raser“, weil der eh wiederholt ausgebremst wird.

      Ich habe vor einigen Jahren ja New York kennen gelernt. Ist auch eine Stadt , in der (gefühlt) 24 Stunden Dauerhupen angesagt ist. Da ist tagsüber ein Verkehrsaufkommen, das ist schier unbeschreiblich. Beim Transfer vom Flughafen Newark Liberty International befürchtete ich schon, dass es irgendwann mal krachen muss. Tat es glücklicherweise nicht und der Fahrer erzählte uns, dass man schon Nerven braucht um in New York zu fahren. Man gewöhne sich aber daran.

      In etwa so, stelle ich mir das in Peking auch vor. Da wird der Verkehr möglicherweise nur noch öfter „stehen und gehen“.

      Lieben Gruß
      Hans

  • Hallo Hans,

    jaja, das Autofahren. Immer wieder ein schönes Thema.

    Ich selber bezeichne mich gerne als passiven Schnellfahrer. Drängeln, Lichthupe usw. sind mir fremd, dabei fahre ich gerne auch mal schneller als 130.

    Früher habe ich mich beim Autofahren auch oft mal aufgeregt – das habe ich mir seit vielen Jahren abgewöhnt, weil es einfach nichts bringt – und dafür fahre ich zu oft und zu weite Strecken. Damit ändert man nichts an dem Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer. Und diese handeln ja oft aus Unwissenheit, teilweise auch aus mangelnder Übung oder einfach aus Angst vor der Situation anders als man das erwartet. Wenn man sich damit einmal abgefunden hat, dann regt man sich nicht mehr auf.

    Sehr heilsam war übrigens das Fahren in den USA. Da kann man tausende von Meilen fahren, ohne einmal den Kopf über andere schütteln zu müssen. Es herrscht dort eine gegenseitige Rücksichtnahme, die ich mir hier im Straßenverkehr wirklich wünschen würde. Man kann in der Rush-Hour in einer Großstadt auf dem Highway einen Blinker setzen und fast jeder lässt einen sofort die Fahrbahn wechseln – hier eher ein Glückstreffer. Oder der berühmte 4-way-Stopp, eine Kreuzung wo alle 4 Straßen Stopp-Schilder haben. Es darf der zuerst los fahren, wer zuerst an der Kreuzung gestanden hat. Und es funktioniert, ohne Streiterei, ohne Stress – einfach so. Hier möchte ich diese Regelung nicht im Einsatz sehen, das würde im Chaos enden.

    Generell denke ich, wenn alle im Straßenverkehr mal die anderen Verkehrsteilnehmer einfach nur akzeptieren würden, sich selbst dabei nicht so wichtig nimmt, dann wäre hier schon vieles gewonnen. Leider denken aber zu viele einfach zu egoistisch, denken ihre Art zu fahren ist die einzig Wahre – so lange kann es nichts werden.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,

      danke für deinen Kommentar.

      Ich hab mich als junger Fahrer deutlich mehr aufgeregt, als heute. Eben auch, weil es nichts bringt. Und in Rage Auto fahren empfiehlt sich ja auch nicht gerade. Ich bin übrigens (meist) ein entspannter Beifahrer. Das muss man ja u.U. auch lernen. Ich mochte es nicht, wenn mir einer rein redet, also tue ich es auch nicht.

      Ich glaub mit viel mehr Rücksichtnahme und Gelassenheit ginge vieles einfacher. Man beobachte nur mal auf Autobahnen das Einfädeln per Reißverschluss. Einige auf der Mittelspur meinen, den links mal schön verhungern zu lassen, obwohl er ja richtig handelt, wenn er ganz bis ans Ende fährt. Aber Nein, der könnte ja schneller ans Ziel kommen. Manche Menschen sind schon eigenartig.

      HG Hans

  • Lieber Hans,

    ich komme erst heute zum Kommentieren…. sorry. Das Thema Auto, sehr schön 🙂 Zu allererst muss ich sagen, ist das Auto für mich ein Gebrauchsgegenstand, ich betreibe keinen Kult um mein Auto, wasche es nur mit Regenwasser und poliere es jeden Monat. Ich fahre damit von A nach B, transportiere Kinder damit, kaufe ein.

    Trotzdem liebe ich das Autofahren. Es entspannt mich (meistens), ich fahre auch gerne schnell und höre dabei meine Musik…. Aber es gibt da ja noch die anderen Autofahrer, ich vernehme eine zunehmende Aggression und Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr. Jeder macht was er will, parkt wo er will, das ist schon sehr unschön. Hier herrscht das Prinzip „wer bremst, verliert“ das hat mit Entspannung nicht viel zu tun. Daher freue ich mich, wenn ich abends fahren kann, endlich freie Straßen. Es gibt Tage, da stört mich die Hektik und Intoleranz auf den Straßen sehr, es gibt Tage, da macht es mir nichts aus.

    Liebe Grüße, Bee

    • Liebe Bee,

      ich freue mich immer über Kommentare. So auch über deinen. Vielen herzlichen Dank. Und kein Grund für ein sorry. 😉

      Intoleranz und Rücksichtslosigkeit wird (auch) im Straßenverkehr wohl leider immer präsent sein.

      Lieben Gruß
      Hans

  • Servus Hans,

    jaja das mit dem Auto fahren und die Selbst- und Fremdeinschätzung ist immer so ein Thema. Freut mich, dass Du dich damit beschäftigst.
    Schon lustig, weil wenn z.B. verkehrsauffällige Autofahrer nach ihrem Fahrstil und wegen der Verstöße befragt werden, dann ist die große Mehrheit immer überzeugt, dass sie nichts falsch gemacht haben und die Schuld oder das Fehlverhalten immer bei den anderen lag und sie nur deshalb dazu „genötigt“ wurden. So richtig reflektiert bzgl. ihres Fahrverhaltens sind wirklich nur die wenigsten. Viele leider viel zu spät, wenn sie z.B. in Konsequenz auf Ihr Verhalten dann eine MPU vor sich haben und dann die ersten Male mit dem Psychologen sprechen oder plötzlich auf das Fahrrad steigen müssen, um dann wiederum mal die Aktionen von der anderen Seite der Windschutzscheibe kennenzulernen ((Ich weiß wovon ich spreche 😉 ).

    Ich finde man sollte in Bezug auf sein Fahrverhalten reflektierter sein und sich regelmäßig vor Augen halten wie man selbst WIRKLICH reagiert und agiert und nicht nur auf die anderen schimpfen. Niemand ist unfehlbar.

    Was mich angeht, ich fahre mittlerweile lieber mehr mit dem Fahrrad und rege mich wenn ich denn mal wieder selbst am Steuer sitze, nicht mehr so oft über andere auf. Es sei denn es sind grobe Verstöße und die erlebt man leider noch allzu oft, selbst wenn man selten fährt. Leider.. Da kann man sich in Zukunft nur noch auf die selbstfahrenden Autos freuen!
    VG
    Talis

    • Servus Talis,

      und danke für deinen Kommentar.
      Da wirst du richtig liegen, mit der Einschätzung zur Selbstreflektierung.
      Schimpfen bringt in der Regel eh nichts, außer das es möglicherweise mal kurz Luft macht. Man sollte aber auch in der Lage sein, sich selbst schnell wieder runter zu kühlen.

      Die selbstfahrenden Autos sind mir suspekt. Zumindest noch. Ich finde schon toll, dass es theoretisch geht, aber wie will man dann „Schuld“ beurteilen?

      Herzlichen Gruß
      Hans

      • Nun, Schuld ist wer den Fehler macht! Wenn alles protokolliert wird dürfte die Schuldfrage schnell geklärt werden. Google hat in den Feldversuchen mit ihren selbstfahrenden Autos gezeigt, dass bei fast allen Unfällen (ca. 17 bei 6 Mio. gefahrenene Kilometern in 6 Jahren) Menschen schuld waren. Bis auf einen dokumentierten Fall bei dem der Wagen bzw. der Computer schuld war. Wenn das noch korrigiert wird, ist das doch eine gute Aussicht für die Verkehrssicherheit!

  • Ich fahre selbst auch grundsätzlich 10 km/h schneller als erlaubt. So werde ich aber trotzdem nie geblitzt (erst ab 11 km/h). Wenn aber jemand vor mir die erlaubte Geschwindigkeit fährt, dann drängle ich aber natürlich nicht.

    Was mich aber wirklich aufregt sind Menschen die langsamer fahren als erlaubt. 40 oder 45 Km/h bei erlaubten 50 ist einfach unnötig und kostet mich meine wertvolle Zeit.

    Vor kurzem habe ich in der Zeitung gelesen: „Jugendlicher kommt beim überholen auf Landstraße durch Zusammenprall mit Gegenverkehr ums Leben“. Dort wurde berichtet das 2 Autos ein anderes Auto überholt haben und das 2. war der Jugendliche den es erwischt hat. In meinen Augen hat die größte Mitschuld an dem Unfall das überholte Fahrzeug. Warum muss jemand so langsam fahren das 2 Menschen das Bedürfnis haben ihn zu überholen?!

Ich freue mich auf und über Kommentare