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Ultimative Tipps für eine perfekte Blog-Überschrift – Headline

Blogszene - Blogparaden

Aktuell geht es im Blogger-Alphabet um den Buchstaben H wie Headlines.  Zu einem guten Blogbeitrag gehört auch eine vernünftige Blog-Überschrift. Eine, die Lust macht auf den Beitrag. Sie sollte meiner Ansicht nach aber auch zum Blogger passen, denn der Besucher hat ja Erwartungen.

Direkt zu Beginn: Ich bitte um Nachsicht für die einmalige etwas reißerische Überschrift. Ich hätte ja noch die Anzahl der „ultimativen Tipps“ schreiben müssen, um sie zum erfolgreichen „Durchdiedeckegeher“ zu machen. 10 Mega-Tipps für…, 12 erfolgreiche… Genug der Beispiele. Wenn man sich in der in einem Teil der Blogszene umschaut, dann haben all jene Beiträge keinen Erfolg, die keine legendäre, ultimative, garantiert erfolgreiche, mega-hyper-perfekte, beste jemals dagewesene Überschrift schreiben.

Dann hätte die Überschrift möglicherweise so ausgesehen:

10 Mega Ultimative Tipps für eine perfekte Blog-Überschrift (Headline) mit Erfolgsgarantie

Naja, ich weiß ja nicht so recht… Doch, ich weiß, dass mir das fremd ist, mir meist auf den Zünder geht. Es gibt ja „Blog-Gurus“, die gebetsmühlenartig betonen, dass man keinen Erfolg haben wird. Gute Blogger werden wir also nie, wenn wir es nicht so praktizieren. Etwas vermessen, wie ich finde.

#bloggeralphabetNeontraumas aktueller Buchstabe ist das H = #bloggeralphabet: H wie Headlines (Überschrift)

Zuerst die Überschrift und dann den Beitrag oder andersherum?

In den allermeisten Fällen kommt bei mir zuerst die Überschrift in einer Rohfassung. Dann schreibe ich den Beitrag und darüber ergibt es sich dann und wann, dass ich die Headline noch anpasse. Manchmal auch erst beim Korrekturlesen. Das ist schon mal verschieden.

Ich finde, eine gute Überschrift soll Leser neugierig machen und ihre Erwartungen dessen, was sie im Artikel vermuten, erfüllen. Ich möchte dabei attraktiv gestalten und nicht aggressiv irgendwas versprechen. Vielleicht verschenke ich mal Potenzial. Vielleicht entsprechen sie nicht den schriftstellerischen oder SEO-Standards. Ich schreibe mit Leidenschaft und ohne das Blog-Überschriften-Gesetzbuch. Das liegt mir mehr, als Versprechungen zu machen, die ich aber nicht halten kann. Ich möchte Appetit machen auf das Geschriebene. Dazu gibt es dann Grundsaucen, die geschmacklich passen, aber auch abwechslungsreich sind. Die Reißer Blog-Headlines passen nicht zu mir und den tages-gedanken. Es muss mir ein gutes Gefühl geben.

Warum klickst du andere Blogposts an – wie wichtig ist dir dabei die Headline?

sg-logo1Ich klicke Blogposts an, wenn ich eine(n) BloggerIn schon etwas kenne und weiß, das höchstwahrscheinlich ein mehr- und lesenswerter Text auf mich wartet. Ich klicke ihn an, weil mir die Überschrift Lust gemacht- oder mein Interesse geweckt hat. Eine solide, gut formulierte Überschrift ohne komplexe Konstrukte und unverständliche Begriffe kann das meiner Meinung nach auch ohne den Gebrauch sämtlicher Superlativen.

Bei den Titelzeilen ist es wie beim Text/Inhalt. Sie sollen gefällig sein, verstanden und aufgenommen werden. Hält der Text nicht das, was die Headline versprochen hat, klick ich weg!

Gibt es irgendetwas, das dich besonders neugierig macht oder im Gegenteil eher abschreckt?

Um nicht missverstanden zu werden. Eine Überschrift ist ja das erste, was man sieht. Also sollte sie schon gut gewählt und sinnig sein. Ich sollte also als Leser möglichst auch erkennen, dass das Thema nichts für mich ist. Das kann dennoch ein Super-Artikel sein. Nur eben nicht aus meinem Interessengebiet. Daher muss man versuchen, so viele genaue Infos, wie nötig und möglich und möglichst attraktiv hinein zu stecken. Ich finde übrigens auch, dass eine Headline ruhig mal witzig sein darf.

Abschrecken ist vielleicht zu viel gesagt, aber es ödet schon, diese superlativen „111 Tipps“ Aufzählungs-Blog-Posts-Überschriften zu lesen, auch wenn man immer liest, sie zögen viel Aufmerksamkeit auf sich. Gegen die Beiträge als Liste (Listicles = List & Article) ist ja nicht pauschal etwas zu sagen, aber kann man mit der Titelzeile denn nicht die Kirche im Dorf lassen? Es gibt einige Blogger, bei denen ich den Inhalt so gut finde, dass ich über den „Reißer“ hinwegsehe. Würden alle Blogger sich diese Köder aus der Regenbogen-Bloggerei einverleiben, bräuchte man bald nur noch einen großen Blog, der dann sagt, dass die anderen es auch so geschrieben haben. Kurzweilig ist etwas anderes.

Hat sich der Stil der Headlines in deinem Blog im Laufe der Zeit verändert?

Das hat er ganz sicher. Wie gesagt, es sollen möglichst viele, attraktive Infos rein und schnell deutlich machen, um was es geht. Zu Beginn der Bloggerei habe ich da nicht so nach geschaut. Man lernt ja im Laufe der Zeit. Und natürlich passe ich oft auf die „optimale“ Länge an. Soll heißen, dass in den Serps die gesamte Headline zu lesen ist.

Zum Thema Überschriften gibt es mittlerweile ja Dutzende von Blogposts. Liest du so etwas, interessiert dich das?

Ich lese da sozusagen nichts mehr, weil ich nichts wirklich Neues erwarte. Das Thema ist gefühlt 100.000 mal behandelt. Vielleicht haben die „Gurus“ auch Recht. Vielleicht lässt sich damit auch Geld verdienen. Ich gönne es einem jeden. Es liest sich deswegen keinen Deut besser an. Ich finde das auch nicht smart, Hip oder der Weisheit letzter Schluss.fazit

Als kurzes Fazit möchte ich sagen: Wer des schnöden Mammons wegen bloggt, für den mögen andere Grundsätze gelten. Ich finde, dass es viele Blogger gibt, die entgegen der Blog-Guru-Anleitungen gute Überschriften schreiben. Mich persönlich sprechen attraktive, abwechslungsreiche und Inhaltsvolle Überschriften mehr an, als die Clickbait-Headlines. Natürlich versuche ich zu optimieren, aber alles im Rahmen des geschmackvollen.

Und wie gesagt: Nichts für ungut wegen der Titelzeile.

Wie groß ist euer Wert, den ihr auf die Überschrift legt?
Optimiert ihr? oder
Kommt es mehr aus dem Bauch?
Was ist euch wichtig?

5 Kommentare

  • Das ist ein sehr interessanter Beitrag zum Thema Überschriften! Vor allem wenn man mit Keywords arbeitet oder arbeiten muss, ist das nicht wirklich einfach und man ist sehr gebunden. Bis jetzt haben wir es aber immer ganz gut hinbekommen! Trotzdem können wir aus diesem Beitrag den ein oder anderen guten Tipp noch mitnehmen.

    Liebe Grüße

  • Hallo Hans,
    heute schaue ich mir zwei Artikel bei dir an, da auch meine Kommentare-Runde ist, passt es wunderbar. Also ich packe schon immer mein Artikelthema in die Überschrift. Darauf lege ich grossen Wert. Falls es ein CMS-Update-Tutorial ist, was sehr oft vorkommt, wird auch nichts stehen, was dann im Artikel nicht vorkommt.

    25 Tipps zum besseren Bloggen oder so etwas, wirst du selten bei mir finden, aber eher dann wohl „Blogger-Tipps“ oder so ähnlich, schon eher.

    Du hast ja auch Recht, wir sichten zuerst den Artikeltitel und entscheiden dann, ob es gelesen werden soll oder nicht. Geht mir nicht anders und wenn ich bei meinen Kommentare-Runden nach bestimmten Blogger/CMS-Themen suche, lese ich mir ganz genau die Überschrift durch.

    Oft las ich schon von den 3-5 besten CMS der Welt, aber das kann so nicht stimmen. Es gibt gute CMS, je nach Einsatzzweck, jeder braucht die und die Anforderungen an ein CMS, sodass die besten CMS kannst du gar nicht behaupten. Das bessere CMS zum Bloggen ist zum Beispiel WordPress, weil es wirklich der Fall ist und das wissen wir alte Blog-Hasen schon lange.

    Falls es im RSS-Reader ist und solche Überschriften wie „Tag xyz-ich habe das und jenes getan“, spricht mich weniger an, als es genau steht, was in etwa unternommen worden ist. „Ich war am Tag xyz an der Ostsee“ klingt für mich etwas besser.

    • Hallo Alex,

      danke auch an dieser Stelle für den Kommentierrundenbesuch.
      Eine aussagekräftige Überschrift ist schon wichtig. Ich persönlich halte nur nichts von diesen „99 Mega-Tipps, die man zwingend beachten muss, um Super-Erfolg zu haben“

      Eine sachliche und gute Überschrift, die dem Besucher aufzeigt, um was es geht, ist gut. Ob etwas megagut und super truper ist? Dies zu beurteilen können wir dem Leser überlassen. So fähig ist der nämlich in der Regel.

      Werbetexter werden das anders sehen. Das dürfen sie auch. 😉 Ist wie überall. Es gibt solche und solche. Ist ja genug Platz im Internet für alle.

      HG Hans

Ich freue mich auf und über Kommentare