Blogs und bloggen

Tipps für Blog-Anfänger – Blogparade

Martin Grünstäudl von 1001erfolgsgeheimnisse.com ist sehr fleißig und hat nun eine neue Blogparade gestartet. Er möchte von uns Blogger-Kollegen Tipps für Bloganfänger „sammeln“. Ein gutes Thema für eine Blogparade um es Neulingen in der Blog-Szene leichter zu machen.

Daraus ergibt sich dann hoffentlich ein breiter und wertvoller Blogger-Erfahrungsschatz. >>Hier<< geht es zur Parade: „die besten Tipps für Blog-Anfänger“ Martin hat auch einige anregende Fragen zum Orientieren mit an die Hand gegeben, die da wären:

Wie waren die ersten Wochen bzw. Monate des Bloggens für dich?
Was hast du da alles erlebt?

Welche Fehler hast du in der Anfangszeit gemacht, die du jetzt nicht mehr machen würdest?
Und umgekehrt: Was hast du damals alles richtig gemacht?
Was sollten dir Blog-Anfänger unbedingt nachmachen?
Welche Tipps hast du generell für Blog-Anfänger?

Meine Anfangszeit als Blogger (2008) bestand erst mal im Kennenlernen des Bloggens und der Systeme an sich. Da habe ich noch diverse Blog-Hoster ausprobiert, bis ich letztlich beim WordPress Foren-Hosting gelandet bin. Das würde ich heute so nicht mehr machen und auf jeden Fall aufs selber installieren auf eigenem Webspace setzen.

Weiterhin habe ich viele Blogs und auch Foren gelesen, gelesen und nochmals gelesen, um mir so auch ein gewisses „Wissen“ anzueignen. Es gab ja schließlich viel zu lernen, und diese Lernphase ist auch heute nicht abgeschlossen.

Irgendwann (2009) fing ich dann engagierter an, Blog-Beiträge zu schreiben. Das fiel mir soweit auch recht leicht. Was ich Anfangs aber etwas versäumt habe, war es bei anderen zu kommentieren. Dies würde ich heute so auch nicht mehr machen.

Ich habe – bevor ich anfing mein Blog zu promoten – erst mal einige Artikel geschrieben, um „Lesefutter“ zur Verfügung zu stellen. Dies würde ich heute auch jedem Neu-Blogger empfehlen. Stellt Eure Blogs erst vor, wenn ein gutes Gründgerüst an Beiträgen vorhanden ist. Besucher, die nichts oder kaum etwas vorfinden, könnten die Lust verlieren nochmal wieder zu kommen, und das kann ja nicht ziel sein.

Tipps für Blogger – erfolgreich bloggen für Anfänger

Aus meinen Erfahrungen heraus, erlaube ich mir auch den ein oder anderen Tipp

  • Wenn ihr Euch entschließt ein Blog zu eröffnen, dann sollte grundsätzlich ein Interesse am Schreiben da sein.
  • Überlegt Euch doch mal, ob ihr euch vorstellen könnt, dies über eine lange Zeit zu machen, und setzt dann am besten direkt ein Blog selber auf bei einem guten Hoster und mit eigener Top-Level-Domaine.
  • Lest viel auf anderen Blogs und lernt. Eignet euch euren eigenen Stil an, und verbiegt euch dabei nicht. Wer viel liest, kann viel lernen. Zum Beispiel auch, wie man schreiben kann.
  • Schreibt nach Möglichkeit regelmäßig neue Beiträge. Meines Erachtens nach ist es besser, zwei Beiträge pro Woche zu schreiben, als Anfangs täglich, und dann drei oder vier Wochen nichts mehr.
  • Knüpft mit anderen Bloggern Kontakte, und versucht Euch zu vernetzen. Gerade Anfangs können dabei auch Blogparaden, Blogstöckchen oder andere Aktionen hilfreich sein. Man lernt da echt interessante Blogger und deren Blogs kennen. Außerdem bekommt man immer wieder Inspirationen für neue Beiträge.
  • Werdet, seid, bleibt einzigartig. Die Blogbeoiträge / Inhalte sind das wichtigste. Etwas zu schreiben, was zig andere auch schon geschrieben haben, wird wenig Interesse hervorrufen. Schreibt Eure Meinung und Erfahrung in Eurem eigenen Stil.
  • Bedenkt: Niemand ist perfekt, also auch ihr nicht. Wenn euch Zweifel ob der Qualität Eurer Beiträge plagen. Das ging anderen auch so, und im Laufe der Zeit verbessert man sich und seinen Stil auch.
  • Aus Fehlern lernt man, und Fehler werden passieren. Bloganfänger können nicht alles wissen. Ja und? Es lernt sich. Auch erfahrene Blogger lernen immer noch dazu. Manches muss man auch mal ausprobieren.
  • Habt keine Scheu auf andere Blogger zu linken und natürlich auch auf Quellen, so ihr diese bei einem Artikel genutzt habt. Gerade wenn man auf andere Blogger hinweist, bekommt man auch schon mal etwas zurück. Ein Blog lebt von Verlinkung und andere Blogger werden öfter auf einen selbst einen Link setzen, wenn man auch ihre Blog-Artikel verlinkt. Das ist ein wichtiger Faktor, seine Bekanntheit zu steigern. Man wird möglicherweise wenig zurückbekommen, aber wer gar keine Links setzt, darf nicht erwarten, etwas zu bekommen.
  • Bezieht Eure Leser ein, ladet sie zum Diskutieren (kommentieren) ein, und wenn ein Feedback kommt, reagiert möglichst darauf. Kommentare sind wichtig.  Darauf einzugehen ist auch wichtig. Ich finde, man sollte Fragen in den Kommentaren beantworten und gegen ein Danke ist auch nichts zu sagen. Das wirkt persönlicher und lädt zum wiederkommen ein.
  • Reißerisch schreiben sollte man, meines Erachtens nach, unterlassen. Übertreibungen und zu dickes Auftragen wird viele Leser nicht interessieren. Ob etwas supertoll und fantastisch ist, kann der Blogleser selbst entscheiden. Ein Blogartikel soll durch den Inhalt glänzen und nicht durch überzogene Formulierungen und Anpreisungen. Wer etwas zu sagen hat, kann dies in normaler Form.
  • Seid vorbildlich und unaufdringlich, offen und ehrlich. Überlasst es dem Leser, was er für sich mitnehmen möchte.
  • Geduld ist eine Tugend. Ein Blog muss reifen. Das geht nicht von heute auf morgen. Seid also nicht ungeduldig und kommentiert auf andere Blogs.
  • Bleibt up to date. Macht regelmäßig die Updates eurer Blog-Software, um Hacker auszusperren. Wer bei einen Blog-Hoster ist, muss sich darum nicht kümmern.

Und der ultimative Tipp für Hobby-Blogger.

  • Habt Spaß und Freude am Bloggen. Mit einem Blog richtig Kohle verdienen zu können gelingt nur sehr wenigen.

Bis wann geht die Blogparade?
Die Blogparade endet übrigens am Freitag, dem 9. Februar. Es bleiben also gut 4 Wochen seine Erfahrungen in einem Blog-Beitrag zu schreiben

Was sagen andere Blogger dazu? Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten, beziehungsweise den Weg dorthin zeigen. Wenn ich das aber richtig sehe, hat bislang nur einer mitgemacht. Das wird sich aber sicher noch ändern. Und ich ergänze dann sicher auch.

Alexander von internetblogger.ch teilt seine Erfahrung aus 7 Jahren bloggen. Auch er empfiehlt übrigens die Teilnahme an Blogparaden und weiteren Aktionen um sich zu vernetzen.

Und wie immer, freue ich mich hier auch über ein Feedback. Wenn ihr etwas völlig anders seht, dürft ihr das genauso sagen, wie wenn ihr anderer Meinung seit.

15 Kommentare

  • Hallo Hans,

    vielen Dank für den schönen Beitrag zur Blogparade 🙂

    Ich bin auch der Meinung, dass der letzte der ultimative Tipp ist. Deshalb gibt es glaub ich auch so viele Blogs, die schon nach kurzer Zeit wieder geschlossen werden.

    Liebe Grüße
    Martin

  • Hallo Martin, danke für Dein nettes Feedback. Jo, man sollte sich da vorher schon genau überlegen, ob das bloggen das richtige ist, und ob man es dauerhaft machen möchte / kann. Na ja, zumindest über einen langen Zeitraum.
    HG Hans

  • Hi Hans,
    ein toller Artikel ist hier entstanden und ich unterschreibe deine Ansichten so wie diese da stehen. Das Allerwichtigste ist der Spass am Schreiben, was einen Blog lange am Leben halten wird. Wenn das vorhanden ist, kann man sich anderen Punkten widmen und es Stück für Stück abhaken. Und natürlich das gegenseitige Vernetzen über Blogger-Aktionen und Kommentare darf keinesfalls zu kurz kommen. Als Blogbeginner hat man vll. ein wenig Angst oder Scheu, in anderen eher erfahrenen Blogs zu kommentieren, wobei diese Scheu unbegründet ist und auch beim Blogging gibt es für alles das erste Mal. Also muss man sich einfach trauen und losbloggen sowie kommentieren.

    • Hallo Alex, danke für Dein Feedback und ich freue mich, dass der Beitrag gefällt.
      Ich gestehe, dass ich anfänglich auch eine gewisse Scheu hatte, bei “etablierten” Blogs zu kommentieren. Da da aber nie ein negative Rückmeldung kam, legte diese sich auch bald. Aber die Erfahrung muss man ja auch erst mal machen. Neu-Blogger können aber diese Erfahrungen von vielen Bloggern für sich annehmen. Aber bitte immer schön was zum Thema sagen und nicht mit solchen Phrasen wie: “Toller Artikel, weiter so” punkten wollen. Das verärgert Blogger. Und das berechtigt, wie ich finde.
      HG Hans

      • Hi Hans,
        es ging mir genauso als ich damals auf Blogger.com schrieb und mich nicht traute, auf schon bekannten WordPress-Blogs zu kommentieren. Viele dieser Blogs gibt es nicht mehr und ich bin reifer geworden und habe eine Menge dazu gelernt und jetzt gebe ich überall da meinen Senf ab wo ich zum Thema etwas beitragen kann :-).

        Solche Einzeiler sind eher nicht erwünscht, aber manchmal wünsche ich mir einfach ein Danke, wenn dem Leser schon nichts anderes einfällt. Solche Kommentare würde ich auch freischalten.

        Ich sehe, dass du hier die Farbenwahl angepasst hast und es gefällt mir, sieht freundlicher aus und das Blau ist immer so angenehm für die Augen und man kann trotzdem alles gut erkennen und alles ist eh leserlich.

      • Ups, sorry Alex, hatte gestern spät zwar noch gesehen, das Du Dich noch mal gemeldet hast, war mir aber zu spät noch zu antworten und heute ist es mir irgendwie durchgegangen.
        Natürlich freut man sich auch über ein kurzes Dankeschön. Kommt natürlich auch bissele drauf an, wer sich hinter dem Kommentar verbirgt, bzw. wo der Link hinführt. Bei bekannten Bloggern gar kein Problem. Aber diese Phrasen: „weiter so“ mag ich nicht, weil meist riechen die stark nach „Link abgreifen.“

        Zum andren und hoffentlich erst mal letzten Design schreib ich separat noch was ausführlicher

  • Sehr richtig ist die hier geäußerte Tatsache, dass man Lust aufs Schreiben braucht. Der Kern eines Blogs ist eben der Text. Kein Mensch macht als Mathematiker Karriere, wenn er Zahlenspiele und Formeln schrecklich findet. Kein Mensch hat langfristig Erfolg mit etwas, das er nicht mit irgendeiner Art Liebe oder Spass ausführt. Das ist beim Taxifahren genauso wie beim Reden halten und Flugzeuge pilotieren.

    Allzu viele meiner Kunden und Anfragen scheinen auf die Aufgaben, die ein Blog mit sich bringt, noch gar nicht vorbereitet zu sein. Einen Blog zu führen bedeutet nicht nur zu Texten, sondern einen strategischen Aufbau, Verknüpfungen unter den Artikeln, Bilder suchen, Schautafeln und Tabellen zu erstellen, Kontakt zu den Besuchern aufzubauen und den Dialog auch zu halten.

    Blogs, die „nur“ Inhalt hinausschreien und keine Reaktion zulassen bzw. auf Reaktionen nicht zurück reagieren – also nicht im Dialog, sondern als Monolog geführt werden – verschwinden schnell wieder, denn es kommen immer weniger Besucher neu auf die Seiten, als Erstbesucher zu Wiederholungsbesuchern werden.

    Das sieht die Suchmaschine in den Besucherprofilen und wird deshalb einen solchen Monolog-Blog nicht relevant genug einordnen, somit die guten Positionierungen in den Suchergebnissen verwehren. Der Blog ls Idee ist dann tot, denn man schreibt ja, um möglichst viele zu erreichen.

    Michael Marheine

  • Hallo Michael, die Ansicht, dass sich viele keine Vorstellungen machen, was ein Blog an Zeit und Pflege benötigt, teile ich. Wenn man keine Reaktionen zulässt, finde ich das in der Tat auch nicht gut. Das wird, wie Du ja auch sagst, nicht zum wiederkommen einladen. Dann brauch ich auch keinen Blog zu erstellen, sondern mach eine Webseite.

    HG Hans

  • Hallo Hans, tolle Tipps und für Anfänger sehr hilfreich. Ich denke, dass gelungene Blogs durch ihre persönliche, indidividuelle Handschrift des Autors gekennzeichnet sind. Wenn ich eine allgemeine Seite über Reiseempfehlungen lese und dann im Vergleich einen Blog lese, wo der User schon vor Ort war, selber Fotos geschossen hat und vor Enthusiasmus strotzt, dann merkt man auf jeden Fall den Unterschied. Blogger stecken sehr viel Herzblut in ihre Artikel rein und gestalten sie so, dass die leser draufklicken und auf der Seite selber bleiben. Das ist bei meinem Blog unter http://bboy-style.de/ , wo es um Breakdance und Streetdance geht, genauso der Fall. Ich bin Tänzer, kenne die Community, schaue gern Videos an, höre mich um, welche Events angesagt sind und schreibe darüber und das freiwillig und überhaupt nicht aufgezwungen. Die Motivation, neue Artikel zu verfassen ist in der Bloggerwelt ein großes Bestreben. Deswegen lese ich auch sehr gern Blogs! Wenn man es gut macht, dann erreicht man eine große Leserschaft in der Community!

  • Hallo Khoa, danke für Deinen Kommentar, eigene Erfahrungen sind natürlich immer besser als allgemeine „Empfehlungen, und die meisten spüren das beim Lesen auch und nehmen diese dankbar an.
    HG Hans

  • Hallo Hans,
    danke für die Anregungen. Ab sofort werde ich mehr Kommentare schreiben. Vorhin habe ich auf einem Bücherblog eine schöne Rezension zu einem Krimi gelesen und getwittert, aber über einen Kommentar freut man sich doch auch. Seltsamerweise schimmert ja oft bei wenigen Zeilen schon durch, mit was für einem Menschen man es zu tun hat.
    Herzliche Grüße
    Sonja

  • Hallo Sonja, danke Dir sehr herzlich für Deinen Kommentar, und ich freue mich, wenn Du eine Anregung für Dich finden konntest. Über einen tweet hat sich der oder die Blogbetreiber aber sicher auch gefreut. Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend, eine gute Woche und hoffentlich liest und kommentiert man sich ja immer wieder mal.
    HG Hans

  • Sehr Interessanter Artikel, viele nützliche Informationen die man dadurch sammeln kann und werde sie einsetzten!

Ich freue mich auf und über Kommentare