Alltag

Tierschutz- was kann jeder beitragen?

Gestern am 04.10. war Welttierschutztag. Ein „Gedenk“tag, der auf die Rechte der Tiere aufmerksam machen, und Menschen auf eine respektvolle und artgerechte Behandlung der Tiere hinweisen soll. Den Tag gibt es übrigens schon seit Mai 1931. Er könnte uns ermuntern, vielleicht mal (wieder) einen Beitrag zum Tierschutz zu leisten. Ich sage bewusst nicht ermahnen – denn ich will mich gewiss nicht als Moralapostel aufspielen, sondern ein paar kleine Gedanken loswerden. Jeder muss bei sich beginnen, wenn man einen Teil beitragen möchte. Und so werde ich es auch halten.

Das Thema Tierschutz ist ein zugegebener Maßen durchaus schwieriges Thema. Man setzt mal voraus, dass die aller meisten Menschen nicht wollen, dass Tiere leiden. Andererseits stellt sich aber auch die Frage, wie viele Menschen können und wollen mehr Geld ausgeben, für Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung?

Ich für meinen Teil werde wahrscheinlich nicht zum Vegetarier. Ich finde das muss man auch nicht sein, um dem Tierschutzgedanken gerecht zu werden. Ich habe mich gestern noch mit einer seit vielen Jahren überzeugten Veganerin unterhalten. Wir beide hatten den Eindruck, dass die Akzeptanz, der gegenseitigen Lebensweise mittlerweile größer geworden sei. Und ein gegenseitiges „missionieren“ eher nicht mehr stattfindet. Und wir beide hatten den Eindruck, dass dies mal anders war.

Zwei oder auch drei fleischfreie Tage in der Woche sind für mich übrigens kein Problem. Und lieber gebe ich grundsätzlich etwas mehr aus, und esse dafür weniger oft Fleisch. Wie ich schon im Beitrag zum Vegetariertag sagte, würden pro Jahr 140 Millionen Tiere weniger getötet und gegessen werden, wenn jeder Bundesbürger nur einen einzigen fleischfreien Tag in der Woche einlegen würde.

Da ich nicht so viel von Spendenaufrufen halte, auch wenn Geldspenden zweifelsfrei hier und da wichtig und richtig sind, soll das Haupt-Augenmerk auf den praktischen Anregungen liegen. Mir ist auch bewusst, dass ich nicht die volle Bandbreite der Möglichkeiten, die sich bieten, beschreiben kann.

Was kann man In welchen Bereichen für den Tierschutz tun?

Der eigene Garten

  • Er bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, indem man (auch) Gehölze und Pflanzen verwendet, die den Vögeln Nahrung bieten.
  • Bei der Ernte der Obstbäume könnte man ebenfalls an die Vögel denken, und ihnen einige Früchte hängen lassen.
  • Ein Bereich im Garten mit Pflanzenresten und Gehölz bietet den Tieren einen Schutz und Überwinterungsraum.

Massentierhaltung boykottieren

Eier von Hühnern aus Legebatterien könnte man sich zum Tabu machen. Eier schmecken zudem auch besser, wenn man weiß, dass sie von Hühnern kommen, die im Freiland gehalten wurden. Der Ausdruck Bodenhaltung kann trügerisch sein, denn dahinter kann sich verbergen, dass die Tiere auf engstem Raum in Hallen gehalten werden, die die Lebensbedingungen auch nicht gut gestalten.

Ganz genaues dazu findet man bsp bei NABU. Dort steht unter anderem auch, wie man am Zahlen-Code auf den Eiern erkennen kann, wie die Hühner gehalten wurden.

Tierhaltung

Wer sich ein eigenes Tier zulegen möchte, sollte sich gut informieren, ob er ihm wirklich alles bieten kann, was seinen Bedürfnissen entspricht. Eine schlechte Haltung zu Hause kann dem Tier schaden, und es entwickelt möglicher Weise eine ungesunde und unnatürliche Verhaltensstörung. Niemandem ist gedient, wenn das Haustier dann schließlich im Tierheim landet.

Pflegetier und Patenschaft

Wenn man selbst eine Möglichkeit hat, ein Tier dauerhaft zu halten, wie etwa einen Hund, könnte man eine Pflegschaft übernehmen. Oder regelmäßig die Tiere ausführen.

Tierheime suchen häufig Paten, die zum Beispiel einen Teil Kosten übernehmen, die anfallen für Haltung und Pflege. Auch Tierarztkosten belasten die Organisationen und Heime sehr. Ebenso sind in den Tierheimen freiwillige Helfer und helfende Hände immer gerne gesehen. Warum sich also nicht auch ehrenamtlich für Tiere einsetzen.

Auch Sachspenden sind immer herzlich Willkommen. Ob Futter, alte Decken oder sachgerechtes Spielzeug. Die tierischen Freunde in Heimen werden es einem danken.

Proteste und Petitionen:

Auch im Internet kann man sich nach Protestaktionen umsehen, und es ist sehr einfach und unkompliziert bei Unterschriftenaktionen gegen Tierquälerei mitzumachen. Solche Proteste und Petitionen greifen zwar meistens nicht unmittelbar, aber man sollte sie oder den Erfolg auch nicht unterschätzen. Wenn sich viele engagieren und dies mit ihrer Unterschrift bekunden, kann auch etwas passieren, was die Situation mancher Tiere verbessern kann. Wenn keiner etwas tut, verringert sich die Chance natürlich umso mehr, dass sich was bessert.

Übrigens: Angeregt zu diesem Beitrag wurde ich unter anderem durch eine Blogparade von Tierheimhelden zum Thema Tierschutz.

Und wie gesagt: es ist weder mein Ansinnen, noch steht es mir zu den moralischen Zeigefinger zu heben, aber wenn sich jemand angeregt fühlt, den ein oder andren Punkt mal zu bedenken, dann wäre das so verkehrt ja nicht. Es war mir jedenfalls wichtig, ein zwei Sätze dazu zu sagen.

In dem Sinne danke ich herzlich, falls Ihr zugelesen habt, und natürlich seid ihr auch wieder herzlich eingeladen, Eure Meinung hier zu lassen.

 

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