Alltägliches

Smartphones und Tablets – einige Gedanken zum Nutzerverhalten

Was wären wir heute ohne Smartphones und Tablets? Die smarten Telefone sind neben Computern und Tablets ein fester Bestandteil in unserem  Alltag. Ob zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz, auf Feten, in Restaurants und selbst im stillen Örtchen. Das Smartphone ist bei Vielen ein stetiger Begleiter.

Unsere Welt ist heute eine andere, als sie es 1990 – mit dem Einzug des Internets – war. Auch, wenn sie noch so aussehen mag, wie zu der Zeit. Sie ist aber geprägt von einer, alles durchdringenden, weltweiten Vernetzung. Tagtäglich verdichtet sich das digitale Netz immer mehr. Es wächst und wächst. Wir verbinden sozusagen alles mit dem Internet. Und das natürlich auch per Smartphone und Tablet.

Ich mache mir mal im Folgenden ein paar (kritische) Gedanken, ohne pauschal verteufeln zu wollen.

Ich selber nutze natürlich auch ein Smartphone und Tablet, wenn auch mit – mir selbst auferlegten – Regeln. Dieser Tage erreichte mich gegen 24:00 Uhr eine Nachricht bei WhatsApp. Gott sei Dank nichts Wichtiges oder gar Schlimmes. Es gibt zwar drei Gruppen, in denen ich mit vertreten bin, da würde aber um die Zeit wohl niemand etwas es­sen­zi­elles posten. Ich hab aber tatsächlich nachgeschaut, da ich derzeit das Handy auch als Wecker nutze und es daher in Greifweite liegt. Man kann da so schön und einfach mehrere Weckzeiten einstellen.

Ich weiß die Vorzüge der fortschrittlichen Geräte sehr zu schätzen. Schätze es aber auch, mich nicht „rund um die Uhr“ abhängig zu machen von ihnen. Ich möchte nicht grundsätzlich den Tag mit Blick aufs Handy beginnen und nicht abends im Bett noch ein paar Nachrichten checken und schreiben. Ab und an? und ausnahmsweise OK, aber mit dem smarten Phone verwachsen? Nein danke. Ich möchte kein Zittern haben, wenn ich das Telefon mal vergessen habe oder kein Saft drauf ist.

Was wäre der Mensch ohne Telefon! Ein armes Luder. Was aber ist er mit dem Telefon? Ein armes Luder. Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Dadurch, dass man die Phones überall mit hinnehmen kann, gibt es keine „natürlichen“ Pausen mehr. Gefahr oder Normalität?

Ein paar Zahlen

  • 3 von 4 Deutschen haben ein Smartphone
  • Das Smartphone ist in 2016 mit 66% das meistgenutzte Gerät für den Internetzugang.
  • Nutzer, die auch mit mobilen Geräten online gehen, verbringen täglich 2:43 Stunden im Internet.
  • In 2016 war mit dem Mobiltelefon nahezu jeder 14- bis 49-Jährige online.
  • Bei den 50- bis 69-Jährigen waren es 82%.
  • Immerhin 45% der ab 70-Jährigen nutzen das Smartphone zum surfen im Netz. Quelle:ard-zdf-onlinestudie.de
  • Wir gucken alle 18 Minuten aufs Handy, unterbrechen unser Tätigkeiten.
  • Wir schauen im Schnitt 88 Mal am Tag aufs Handy.
  • 53 Mal davon nutzen wir es dann auch, indem wir eine oder mehrere Apps verwenden.
  • Wir beschäftigen uns durchschnittlich 2,5 Stunden am Tag mit unserem Smartphone. Quelle:www.uni-bonn.de

Wie sehr haben Tablet und Smartphone Einfluss auf uns und unser Leben?

  • Wir wollen etwas nachschlagen? Kein Problem. Wir googlen das zu jeder Zeit an jedem Ort. Gebundene Lexika sind längst aus der Mode.
  • Ein schöner Augenblick? Der muss aber sofort in den sozialen Medien festgehalten und mit der Welt geteilt werden. Natürlich mit dem einen oder anderen Foto.
  • In Bus und Bahn ein Buch oder Nachrichten lesen? Dem Handy sei Dank. Nichts leichter als das.
  • Verabredungen sind schnell getroffen.
  • E-mails kommen in Windeseile an.
  • Eine Nachricht per Whastapp ist schnell verschickt.
  • Wir können mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben.
  • Wir werden an den richtigen Ort navigiert.
  • und, und, und…..

Smartphones können unglücklich, abhängig und unproduktiv machen?

Zu dieser Erkenntnis kam 2015 Alexander Markowetz (Uni Bonn) in einer Studie. uni-bonn.de/../195-2015

Neben all dem hellen Licht, dass die smarten Mobiltelefone ausstrahlen, gibt es also auch dunkle Schatten. Smartphones erleichtern uns zwar den Alltag, man sollte aber auch ein gesundes Nutzerverhalten im Blick halten.

Bei unserer Arbeit / Tätigkeit aus dem Fluss zu kommen, macht unzufrieden. Wer dauernd bei der Arbeit u.s.w. unterbrochen wird,

  • braucht natürlich länger für die eigentliche Aufgabe.
  • Die Zahl möglicher Fehler steigt.
  • Wir können uns schlechter konzentrieren.
  • Die Merkfähigkeit nimmt ab.
  • Wir sind weniger leistungsfähig und unproduktiver.

Das macht auf lange Sicht keinen Spaß und sicher nicht gerade glücklich. Wer geht nicht gerne in dem auf, was er tut. Wer im „Flow“ bleibt, erfährt eher Zufriedenheit und inneren Einklang.

Die Unterbrechungen können durch Reizüberflutung zur Überforderung des Gehirns führen, weil wir zu viel gleichzeitig machen wollen/müssen. Wir sind eher abgelenkt, gestresst, ungeduldig und unruhig. Wir sind (möglicherweise) unglücklich, weil wir denken, den Aufgaben und Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein.

Gefahr der sozialen Isolation

Junge Menschen mögen etwas gefährdeter sein, sich von der realen Welt zu isolieren, weil sie ständig on sind. Sie bauen virtuelle Kontakte auf und verlieren den realen, sozialen Kontakt zu Menschen. Sie sitzen zu Hause oder anderswo mit dem Tablet oder dem Handy und tauschen, Likes und Kommentare aus. Folgen diesem und jenen. Den Menschen, der dabei sitzt,  nehmen sie kaum wahr. Nach draußen gehen, frische Luft tanken, spielen, balgen, Späßkes haben mit echten Freunden? Oft Fehlanzeige. Sie sind fest im Griff des Internets und digitaler Medien. Face-to Face Gespräche sind rar.

Seitdem wir Mails und Messages verschicken, seitdem wir uns bei Skype und Facebook und Co tummeln, lesen wir voneinander und quasseln mehr. Weil wir uns aber vieles nicht mehr sagen müssen, haben wir uns möglicherweise weniger zu sagen.

Benehmen, Respekt, Wertschätzung

Ich war mal auf einem 18ten Geburtstag eingeladen, auf dem auch reale Freunde / Schulkameraden waren. Es mögen so 8 – 10 gewesen sein. Irgendwann saßen echt alle am Tisch mit dem Handy in der Hand. Das fand ich doch extrem schräg. Die älteren Gäste fanden es teils auch unhöflich. Eine Einladung dient doch eigentlich dazu, sich mit den anwesenden Gästen zu unterhalten. Ich finde es auch im digitalen Zeitalter nicht sehr nett und wenig wertschätzend den anderen gegenüber, sich mit dem Handy zu befassen. Mir ist der (reale) Mensch immer wichtiger ist als (m)ein technisches Gerät. Ich möchte dem Menschen – durch ständiges schielen aus Handy – kein Desinteresse signalisieren.

Smarti(s) in Bus und Bahn

Ob Bus oder Bahn, viele Fahrgäste interessiert es nicht, was andere mit ihrem Gesprächspartner am Telefon zu klären haben. Es nervt. Gerade auch dann, wenn es sehr strittige, laute und längere Telefonate sind. Lässt sich ein Telefonat nicht vermeiden, sollte man sich kurz halten und/oder einen Zeitpunkt für die Unterhaltung ausmachen.

Fotos ohne Nachfrage

Wir haben heute ja immer eine Kamera dabei. Das bietet Chancen, von jemanden Bilder zu machen. Das können Fotos sein, die man lieber nicht in sozialen Netzwerken sieht. Sei es, weil sie in „unglücklichen“ Situationen, oder in nicht vorzeigbarer Verfassung aufgenommen wurden. Sprich: Niemand möchte ein Foto im Internet wissen, auf dem man beispielsweise sturzbetrunken abgelichtet ist. Nicht nur des guten Benehmens wegen, empfiehlt es sich, zu fragen bevor man ein Foto von einer Person in ein öffentliches Netzwerk stellt. Jeder darf selbst entscheiden, welche Schnappschüsse von ihm im Internet sind. Das ist sogar gesetzlich geregelt.

Übrigens: Nomophobie („No-Mobile-Phone-Phobia“) („Kein-Mobiltelefon-Angst“). bezeichnet die Angst, ohne Mobiltelefon unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein.

Natürlich gibt es viele Situationen, wo die Nutzung des Smartphones – trotz Gespräches mit Menschen –  wichtig ist. Diese Situationen sollte und wird ein Gesprächspartner akzeptieren. Es ist aber ratsam, ihn darüber, was los ist, zu informieren.

Die Generation, die mit dem Internet und den Hosentaschen-PC´s aufwächst, lernt es von klein auf als selbstverständlich kennen. Wir sind quasi schon smartphonisiert. Das Internet ist immer und überall. Vielleicht sind meine Gedanken daher etwas zu „oldschool“ mit einer Spur zu viel Sorge!?

Fazit

Ich schau meine Frau öfter an, als mein smartes Phone. Daher alles im grünen Bereich. 😉

Ich brauche aber durchaus öfter den Einblick auch auf Notizen und Unterlagen (gerade auch im gesundheitlichen Bereich). Da ist es sehr praktisch jederzeit zugreifen zu können. Das ginge natürlich auch über Papier, aber weniger komfortabel. Ich schätze also mein digitales Büro. Auch sonst gestaltet mir das Phone manche Wartezeit etwas weniger langweilig. Ich kann – wenn ich mich auf etwas konzentrieren möchte – das Ding aber auch lautlos und unbeachtet lassen. Haben wir Besuch, bleibt es ebenso still und unangetastet. Wir sollten bei aller Annehmlichkeit, die die smarten Telefone und Tablets haben, eines nicht vergessen. Das reale Leben. 😉

Wie seht Ihr das?
Ist die „extreme“ Nutzung von mobilen Telefonen und Tablets normal und unserem Zeitalter geschuldet? oder
Nehmt Ihr es weniger extrem wahr?
Gibt es das Abschotten per Smartphone?
Ist die Smartphonisierung einfach normal?
Wollt Ihr ständig erreichbar sein? oder
Leistet Ihr Euch bewusst Handyfreie Momente?

Ich lade Euch herzlich ein, Euren Standpunkt zu sagen.

20 Kommentare

  • Hallo Hans,
    natürlich habe diese technischen Geräte ihre Vorzüge. Aber es nervt mich total, wenn jemand beim Essen oder während einer Unterhaltung ständig auf Phone starrt. Unmöglich finde ich auch Leute, die auf der Straße so mit dem Handy beschäftigt sind, dass sie einen umrennen würden, wenn man nicht selber ausweicht. Jede Technik ist eben so gut oder schlecht, wie der Anwender sie benutzt.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina,

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar.
      Stimmt, die Umgebung und die Menschen sollten Handy-Nutzer schon im Auge haben.

      LG Hans

  • Hallo Hans,
    wenn ich in der Mittagspause in der Kantine sitze, hab ich gerne meine Ruhe. Es hat aber immer Kollegen, die was wichtiges erledigen müssen. Ist nicht schön, wenn man sich mit Menschen unterhält, die immer mit dem Telefon rum machen. An der Eingangstür ist ein Schild, dass Handys verboten sind, aber selbst Abteilungsleiter ignorieren das.

    • Hallo Axel,

      danke für Deinen Kommentar.
      Ohne zu wissen, wie wichtig die Erreichbarkeit der Chefs – während den Pausen – ist, wäre es natürlich grundsätzlich besser, sie könnten Vorbild in Sachen Handy sein.

      HG Hans

  • Ich versteh einfach nicht für was man ein Tablet benötigt?
    ist ja wie ein smartphone nur größer. Es reicht doch ein Smartphone und PC.
    Oder? Tablet-Nutzer können mich gerne eines besseren belehren, mit ihren Argumenten…

    • Hallo Sport Freak,
      ich hab auch ein Tablet, was ich mit einer Tastatur bestücken kann. Das haben wir dann schon mal im Urlaub genutzt, auch wenn wir da grundsätzlich nicht häufig on sein wollen.
      HG Hans

  • Ich bin wohl eine Ausnahme was die Erreichbarkeit betrifft. Denn ich verlege mein Smartphone andauernd und finde/bzw. suche es auch erst wieder Stunden später.
    Klar ist es super, dass man sofort etwas nachgoogeln kann . Trotzdem nervt dieses ständige „Immer erreichbar sein müssen“. Mir persönlich wäre das zu stressig.
    Bei uns zuhause gelten fixe Regeln. Beim Essen hat kein Smartphone auf dem Tisch etwas zu suchen. Essen in der Familie hat was mit Kommunikation zu tun. Und das bitte nur Offline.
    Ganz schlimm finde ich, wenn man in einem Restaurant sitzt und am Nebentisch sitzt zwar ein Grüppchen, aber alle gucken ständig auf ihr Smartphone.
    Hat auch etwas mit Unhöflichkeit zu tun, Als ob mir mein Gegenüber nicht wichtig genug ist, um ihm meine ganze Aufmerksamkeit zu schenken.
    Wie du schon schriebst. Es hat seine Vor- aber auch Nachteile.
    Liebe Grüße
    Nila

    • Hallo Nila,
      danke für Deinen Kommentar.
      Sich in der Familie gewisse Regeln aufzuerlegen, halte ich auch für sinnvoll.
      Es muss ja auch Gelegenheit geben, analog miteinander zu reden.
      HG Hans

  • Ich sitze gern am PC, wenn ich einen Artikel schreibe. Dazu brauche ich weder Notebook, noch Tablett und schon gar nicht mein Smartphone. Ich habe dieser Tage noch darüber nachgedacht, ob ich nicht auf das Smartphone verzichten könnte. Schließlich benutze ich es kaum zum Telefonieren. Diese Anlässe sind rar geworden, seit ich nicht mehr arbeiten muss. Ich erinnere mich, dass meine Frau eigentlich überhaupt kein Smartphone wollte. Ich mach doch nichts im Internet, meinte sie. Inzwischen macht sie mit dem Ding sicher nicht viel weniger als ich. Wir haben nur wenig gemeinsame Freizeit und gehen deshalb regelmäßig einmal die Woche gemeinsam ins Café. Beide haben wir unsere Smartphones dabei. Und … ich will ehrlich sein, wir haben beide mit unseren Smartphones rumgemacht. Aber nur ganz kurz. Ich schwöre. Das geht ja überhaupt nicht. Wenn ich sehe, wie das inzwischen längst normal geworden ist, dass man nicht mehr miteinander redet, sondern sich an diesen Dingern festhält, kann ich mich eigentlich nur wundern. Auch die Zahl der Autounfälle nimmt durch die Nutzung von Smartphones -trotz höherer Strafen- weiter zu. Irgendwie müsste doch inzwischen wirklich jeder verstanden haben, wie gefährlich diese Ablenkung sein kann.

    Ich zähle mich einerseits zu den Menschen, die durchaus internetkritisch sind. Aber andererseits sind die Möglichkeiten, die uns mit dieser Technik gegeben sind, aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Es wird sich erweisen, ob sich das alles irgendwann als gut und nützlich für die Menschheit oder vielleicht auch als katastrophale Weichenstellung erweisen wird.

    Im „Brockhaus“ oder einer anderen Offline-Enzyklopädie wird das wohl nicht mehr stehen. Ob es die Wikipedia dann noch gibt, muss auch abgewartet werden. Da gibt es ja auch immer mehr Kritiker. Wo? Natürlich im Internet. 🙂 Vielleicht macht uns das Internet und all die Frontendgeräte, mit denen wir gelernt haben umzugehen, ja auch klüger. Ich zweifle manchmal daran. Aber von diesem Zug kann vermutlich keiner mehr abspringen.

    Also: ja, Regeln sind gut. Aber in dieser Hinsicht befolge ich kaum Regeln. Ich bin eigentlich immer online. Deshalb stört es mich nicht, wenn das auch andere machen. Aber für Kinder und Jugendliche sollten andere Regeln gelten. Nur – auch diese Meinung ist heutzutage wohl exotisch. Ich habe nicht den Eindruck, dass viele Eltern auf ihre Kinder achten, damit sie einen kritischen Umgang mit diesen fantastischen Möglichkeiten so früh wie möglich erlernen. Aber das ist vielen wohl zu anstrengend.

    • Hallo Horst,

      Danke herzlich für deinen Kommentar.

      Ich möchte auch nicht auf Smartphone und Tablet verzichten, denn die Vorzüge, die sich uns damit bieten sind ja doch recht groß.

      Was hätte ich als Jugendlicher gefreut, wenn es das gegeben hätte. Eine Freundin und ich lebten – örtlich weit – entfernt. Da ein Telefonat ein Ferngespräch war, mussten sich das natürlich Im Rahmen halten. Blieb also „nur“, sich Briefe zu schreiben. War auch schön, aber es wäre auch toll gewesen, man hätte sich mal schnell und zeitnah etwas mitteilen können.

      Ein paar Eltern in meinem Bekanntenkreis, die Kinder mit Smartphone haben, merken es schon mal an, wenn sie die Nutzung als störend empfinden. Es bleibt öfter bei den Anmerkungen. Ob das dann der Pubertät oder des Zeitalters geschuldet ist?

      Heut ist heut und das ist gut so. Ich persönlich gönn mir eben nur auch mal handyfreie Momente.

      Einen schönen (närrischen) Sonntag und Alaaf

  • Hallo Hans,
    als wir im letzten Türkei Urlaub wie jeden Abend in gemütlicher Runde mit ca 15 Leuten zusammen saßen, tat sich einmal eine ganze Weile ein besonderes Bild auf. Alle 15 waren an Ihren Handys am fummeln. Einige haben sich gegenseitig Nachrichten und Bilder geschickt obwohl man sich auch hätte unterhalten können.

    Das lief alles im Unterbewussten erst als jemand diese skurrile Situation als solche erkannte und ein Foto machte das alles so zeigte und es in die WhatsApp Gruppe, der wir auch alle angehörten, sendete, wurden alle wieder wach und lachten erstmal. Das sah echt komisch aus. Übrigens alles Leute ab 40 Jahre aufwärts.

    Es ist schon eine neue Art des Lebens und das ist meines Erachtens auch ok so. Alles sehr praktisch. So konnten wir uns z.B. jeden Tag im Urlaub mit der gesamten Gruppe zum gemeinsamen Essen verabreden. Wenn dann Heidi oder Antje noch etwas Zeit zum Schminken brauchte dann schrieben sie das der Gruppe und wir warteten einfach noch ein bisschen.

    Ist doch auch toll diese neuen Möglichkeiten für sich nutzen zu können.

    Ich selber habe auch Tablet und Smartphone. Ich nutze es geschäftlich zur Auftragsbearbeitung und privat zum lesen von News und austauschen von WhatsApp Nachrichten.

    Ich will es nicht missen.

    Grüße
    Lothar

    • Hallo Lothar,

      danke für deinen Kommentar.

      Missen möchte ich das Smartphone und Tablet auch nicht mehr. Hat ja viele positive Seiten.
      Ein wenig „speziell“ ist es aber doch schon, wenn alle Menschen am Tisch mit dem Smartphone beschäftigt sind. 😉

      Wer, wie ich, mal etwas in die Karnevalssitzungen reingeschaut hat, wird das Phänomen selbst dort gesehen haben. Zumindest der Gestalt, dass so mancher mit dem Handy zu Gange war. Wen soll es noch verwundern?

      HG Hans

  • “ Ist die „extreme“ Nutzung von mobilen Telefonen und Tablets normal und unserem Zeitalter geschuldet? “
    Mittlerweile normal.
    Habe aber selbst geschmunzelt bzw. mich daran gestört, daß in Tokio 2001 jeder mit seinem Handy beschäftigt war und kaum was vom Umfeld wahrzunehmen schien!
    Oder vor 10 Jahren in Italien: Da sassen 8 Leute an einem runden Tisch und alle Gespräche verstummten, weil einer von ihnen ein längliches Gespräch führte.
    Schön anzusehen ist jedenfalls nicht, wenn auf den Tischen (Wohnzimmertisch) diese Dinger rum liegen. Auch beim Essen. Man müsste sie schrumpfen lassen können, damit sie vom Tisch verschwinden.

    “ Nehmt Ihr es weniger extrem wahr?“
    Siehe oben
    „Gibt es das Abschotten per Smartphone?“
    Noch nie genutzt.
    „Ist die Smartphonisierung einfach normal?“
    Als schnelles Nachschlagewerk und für die Kontakte unverzichtbar für mich.
    „Wollt Ihr ständig erreichbar sein?“
    Nein
    “ Leistet Ihr Euch bewusst Handyfreie Momente?“
    Am Abend, wenn ich am PC sitze.

  • Das Handy als Wecker in Greifweite.. Nein danke – alles was Funkt würde ich nicht so gerne die ganze Nacht in Bett nähe haben wollen. Viele denken aber überhaupt nicht an die Funkstrahlen und wundern sich später warum sie so schlecht schlafen…

    • Hallo Udo,

      danke für deinen Kommentar. Ist schon richtig, dass es „funkt“.
      Wenn ich einen strombetriebenen Wecker am Bett habe, dann könnte möglicherweise der Elektrosmog den Schlaf stören. 😉
      Grundsätzlich hast Du aber recht, dass es „stören“ kann.

  • Super interessanter Artikel 🙂 Danke auch für die Studien mit Quellenangabe!
    Ich schließe mich deiner Meinung und Einstellung bezüglich der Smartphonenutzung volll und ganz an. Zum einen bringt so ein Gerät schon einige Vorteile, allerdings hat es im Zusammensein mit Freunden oder der Familie in der Tasche zu bleiben.
    Man sieht ja schon an der Vielfältigkeit der angebotenen Apps auf wie viele Bereiche des Lebens ein Smartphone mittlerweile Einfluss hat. Auch die Wirtschaft wird durch diese stark beeinflusst. Manch eine SEO Agentur ist auf die Optimierung von Websiten auf Smartphones spezialisiert. Es ist halt auch super praktisch unterwegs mal schnell nach nem netten Restaurant zu suchen oder den Bahnfahrplan mit aktuellen Verspätungen jederzeit abrufbereit zu haben.
    Der Einfluss des Internets und von Smartphones auf unser tägliches Leben ist inzwischen auf jeden Fall immens.

    Liebe Grüße

    • Hallo Steffen,

      danke herzlich für deinen Kommentar.
      Die vielen Vorzüge der Technologie sind nicht von der Hand zu weisen.
      Wir alle profitieren davon. Ich auch. Die Dosis macht das Gift. Könnte man sich immer mal in Erinnerung rufen.

      LG Hans

  • Kann sich irgendwer hier ein Leben ohne Smartphone vorstellen? Also ich kann es mittlerweile auch nicht mehr. Auch wenn ich mir wünsche manchmal nicht erreichbar zu sein.
    Guter Artikel! Weiter so
    Liebe Grüße, Sabrina

Ich freue mich auf und über Kommentare