Alltag

Pflegekräfte – Unermüdliche Stützen für Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf

Pflegerinnen und Pfleger setzen sich in Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und bei der häuslichen Pflege tagein tagaus, unverdrossen und engagiert für die Menschen ein, die der Hilfe bedürfen. Das verdient unser aller Dank und Anerkennung.

Die Wertschätzung für Pflegekräfte, deren wertvoller Dienst sehr komplex und sehr anspruchsvoll ist, wächst zwar, aber man kann ja auch nicht zu oft danken. 98 Prozent der Deutschen sind übrigens der Meinung, dass Pflegende mehr Anerkennung verdient haben. So auch das Ergebnis (2016) einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap, die vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben wurde. Neben dem Fachwissen und Professionalität brauchen Pflegende nämlich noch sehr viel Einfühlungsvermögen, damit Pflegebedürftige bedarfsgerecht versorgt werden und zufrieden gestellt werden. Die meisten von ihnen bringen die Motivation auf, auch wenn sie mindestens 4 Arme, 4 Beine und 8 Ohren bräuchten.

Sie…

  • pflegen den Menschen
  • reichen Essen an
  • hören zu
  • trösten
  • sind  Ratgeber für Patienten und Angehörige
  • ermutigen
  • kümmern sich
  • versorgen Wunden
  • waschen
  • pflegen Lebensräume
  • betreuen
  • sind Gesprächspartner
  • helfen bei der Beschaffung von Hilfsmitteln
  • helfen bei der Verständigung mit Krankenkassen oder
  • wirken bei der Feststellung von Pflegebedürftigkeit durch den medizinischen Dienst mit
  • geben Anleitungen zur Selbsthilfe
  • bereiten Patienten auf diagnostische und / oder therapeutische Maßnahmen vor
  • führen ärztliche Anordnungen durch
  • assistieren bei ärztlichen Maßnahmen
  • verbringen einen großen Teil ihrer wertvollen, aber knappen Zeit mittlerweile mit Dokumentation
  • und und und …

Sie sind Bindeglied zwischen Patienten, Angehörigen, Ärzten und Therapeuten.  Diese Dienste und weitere Aufgaben leisten viele Pflegekräfte mit Hand, Herz, Fingerspitzen und Verstand.

Wir alle wünschen uns ein langes, gesundes und ein selbstständiges Leben. Die Gesellschaft wird älter und mit dem Älterwerden steigt der Bedarf auf Hilfe und Pflege. Wie die Prognose zur Entwicklung der „Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland nach Pflegeart im Zeitraum der Jahre 2013 bis 2030“ aussieht, zeigt eine Statistik von statista. Wir brauchen gute und motivierte Pflegekräfte.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die Kranke und alte Menschen liebevoll pflegen.
Danke an jedem Tag im Jahr.
Am Tag der Pflege aber mal ein ganz besonderes Danke.
Möglicherweise ruft er manchem ja mal (wieder) ins Bewusstsein, was da jeden Tag geleistet wird.

thank-you-danke-grafik

Internationaler Tag der Pflege

Am 12. Mai wird übrigens der internationale Tag der Pflege begangen. Der jährlich stattfindende Tag findet nicht zufällig am Geburtstag einer Pionierin der Krankenpflege statt. Gemeint ist Florence Nightingale. Die britische Krankenschwester wurde am 12. Mai 1820 in Florenz – als Tochter wohlhabender Eltern – geboren. Gegen den Willen ihrer Eltern beschloss sie, als Krankenschwester zu arbeiten und Armen und Kranken zu helfen.

Besonders bedeutungsvoll wurde ihr Tun im Zusammenhang mit dem Krimkrieg (1853 bis 1856). Als man erfuhr, dass in den britischen Lazaretten mehr Menschen durch Seuchen und Krankheiten starben, als durch Kriegsverletzungen, war die Entrüstung in der Öffentlichkeit natürlich groß. Folglich wurde Florence Nightingale mit der Pflege des Heeres betraut. Es kam zum Rückgang der Toten durch Krankheiten. Sie gründete 1860 die erste Schwesternschule Englands und verhalf dem Beruf der KrankenpflegerIn an Ansehen.

Wer mehr über die Lady with the Lamp („Dame mit der Lampe“) erfahren möchte: de.wikipedia.org/wiki/Florence_Nightingale

einige weiterführende Informationen zum Thema Pflege:
pflegestaerkungsgesetz.de
patientenbeauftragter.de
bundesgesundheitsministerium.de

6 Kommentare

  • Ich habe morgen meinen zehnten Spätdienst am Stück und freue mich wirklich auf das freie Wochenende. Also unermüdlich sind auch wir Pfleger nicht (ganz). 😉

  • HaliHallo Hans,
    vielen Dank für diesen tollen Beitrag.
    Ich erlebe es ja tagtäglich am eigenem Leib(e) wie wichtig es ist, engagierte, freundliche „Helfer“ zu haben.
    Ja, und du hast natürlich Recht – sie werden in der Gesellschaft einfach nicht ausreichend gewürdigt, wenig Anerkennung und obendrauf auch noch eine „schlechte“ Bezahlung und sehr unterschiedliche, wechselnde Arbeitszeiten. Ich sage da immer wieder „Hut ab“ und manchmal gibt es auch eine „kräftige“ Umarmung als Dankeschön.
    Einen freundschaftlichen Gruß – Ede

    • Hallöchen Ede,

      danke dir für dein Feedback und für deine anerkennenden Worte für die PflegerInnen.
      Wünsche dir ein schönes Wochenende.

      LG Hans

  • Trotz dieser weitverbreiteten Einsichten in der Bevölkerung, es hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert. Und das liegt leider auch daran, dass die Gesellschaft diese Arbeit nicht wirklich wertschätzt. Wäre das anders, würde die Lage eine andere sein.

Ich freue mich auf und über Kommentare