Bonn

Botanische Gärten der Universität Bonn

Die Botanischen Gärten der Friedrich-Willhelm-Universität findet man hinter dem Poppelsdorfer Schloss. Fuß-läufig vom Hauptbahnhof erreicht man sie in 15 Minuten.  Man kultiviert und präsentiert mehr als 8.000 unterschiedliche Pflanzenarten, die auch Tieren Lebensraum bieten.

Etwa 0,5 Hektar der 6 Hektar großen Fläche sind überdacht. Durch die unterschiedlich klimatisierten Gewächshäuser geht ein Rundweg, der keine interessanten Pflanzen auslässt. Im Palmenhaus findet man tropische Regenwaldpflanzen. Riesenseerosen gibt es im großen Wasserbecken am Victoriahaus. Pflanzen wie Kakteen, Aloe oder Euphorbien sind im Sukkulentenhaus zu bestaunen. Im Farnhaus gibt es Farne und andere Gewächse des tropischen Gebirges.

Ursprünglich stand dort, wo heute der Garten ist, eine mittelalterliche Wasserburg. Dies Burg befand sich seit etwa 1340 im Besitz der Kurfürsten von Köln. Gegen 1650 war ein Schloss von einem Renaissance-Garten mit Orangerien umgeben. Die 1720 entstandene barocke Gartenanlage ist in ihrer Struktur bis heute erhalten. Der Sonnenfürst Clemens August vollendete 1746 den Bau des Rokoko-Schlosses „Clemensruh“. Mit Gründung der Universität 1818 wurde der Park in einen wissenschaftlichen Garten umgestaltet.

Heute vermitteln die Botanische Gärten der Universität Bonn fundiert wissenschaftliche Kenntnisse. Sie tun dies unter einer Leitidee:

Pflanzenvielfalt erforschen, erhalten, erklären, erleben

Man möchte die Vielfalt der Pflanzenwelt veranschaulichen und freut sich besonders, wenn der Besucher ein unvergessliches Erlebnis hat. Die Botanischen Gärten unterstützen im die Lehre anderer Institute, im besonderen die des Nees-Institutes für Biodiversität von Pflanzen. Die Hauptaufgaben der Botanischen Gärten Forschung und Lehre. Die Sammlungen sind demnach ausgerichtet und dokumentiert und gelten als lebendiges Lexikon, Lehrbuch und Nachschlagewerk der Botanik. Sie dienen als Anschauungs- und Untersuchungsmaterial für Lehrveranstaltungen. In den Gärten werden Lehrveranstaltungen durchgeführt. Wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen des Studiums werden in und mit den Gärten durchgeführt.

Die Botanischen Gärten sind eine zentrale Betriebseinheit der Universität Bonn und dienen als wichtiger Veranstaltungs- und Begegnungsort der Universität. Zudem sind sie ein Naherholungsgebiet in der Stadt. Daher richtet man sich auch an die Bedürfnisse der Besucher.

Immer wieder ein Schauspiel und Anziehungspunkt für Menschen (nicht nur aus Bonn) ist es, wenn die Titanenwurz (Amorphophallus titanum) blüht. Das ist so Ende Mai, Juni der Fall. Die Blüte ist mit 3 +- Metern gigantisch. Und genauso gigantisch stinkt muffelt sie auch. Aber, das wollen immer viele Leute gerne sehen und zwangsläufig auch riechen.

Natürlich kümmert man sich in den Botanischen Gärten der Universität Bonn auch um das Thema Naturschutz und sieht, dass der Verlust von Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräumen bedrohlich ist. Man reagiert darauf durch Orientierung an verschiedenen internationalen Regelungen und Abkommen.  Und man entwickelt eigene Aktivitäten oder beteiligt sich an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Bundesamts für Naturschutz.

Da wundert es einen auch nicht, dass die Gärten  Lebensraum auch für zahlreiche Tiere bieten wie: Bienen, Käfer und Schildkröten oder auch von Libellenarten. Es werden natürlich auch Führungen durchgeführt. Wann genau? siehe: www.botgart.uni-bonn.de/o_visit/fuehr.php

Botanische Gärten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Meckenheimer Allee 171
D-53115 Bonn
Telefon: 49-(0)228-735523
www.botgart.uni-bonn.de

Wie im Beitrag Bonn von A bis Z gesagt, stelle ich immer wieder mal einige Highlights aus der Bundesstadt Bonn detailliert vor.

2 Kommentare

  • Hallo Hans,
    ich wusste gar nicht, dass Bonn so einen großen Botanischen Garten hat. Wieder was dazu gelernt 🙂
    Deine Beschreibung klingt wirklich sehr interessant. Dass eine drei Meter hohe Blüte ein Publikumsmagnet ist, kann ich mir gut vorstellen – Gestank oder nicht 🙂
    Viele Grüße
    ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina,

      Ich war zwar oft in den Gärten, habe aber die Blüte selber „live“ noch nicht gesehen, da ich nicht so gerne lange in Schlangen anstehe. Sie muss aber schon ordentlich muffeln. 2003 hatte sie mal den Weltrekord als weltweit größte Blüte.

      Lieben Gruß Hans

Ich freue mich auf und über Kommentare