Blogs und bloggen

Blog vs Social Media

Blogszene - Blogparaden

Bloggen ist eine tolle Sache. Ob nun rein privat oder auch beruflich. Man kann mit seinem Blog Menschen erreichen und mit ihnen interagieren. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen und ein Selbstläufer ist das natürlich auch nicht. Steht dem Bloggen Social Media im Weg. Sind sie Konkurrenten? Oder können beide gut miteinander auskommen?

Diese, und einige andere Fragen möchte ich noch mal näher betrachten. Und diese Betrachtung soll auch mein Beitrag zu einer Blogparade von Marco vom Katzenkacke-Blog sein.

Ich bin ja einer, der das Bloggen als „nicht tot zu kriegen“ ansieht. Habe mich dazu ja schon mal geäußert: Stirbt Bloggen aus? Nein, tut es nicht.

Was spricht für den Blog?

Für den Blog spricht vieles. Vorweg mal. Manchmal hat man auch mal Lust auf einen Quicky. Ist ja auch soweit OK. Dann bieten sich Twitter, Google+ und wie sie alle heißen mögen natürlich an. Aber oft mag man es ja auch ausgedehnt und möchte es genießen.  Soll heißen. Gedanken und Meinungen zu einem Thema lassen sich nun mal oft nicht in Kürze rüber bringen. Dazu möchte ich dann schon mehr Raum haben.

Für den Blog spricht eindeutig, dass ich Gestaltungsfreiheit habe. Social Media Provider schränken einen in der Seitengestaltung ein. Auf meinem Blog kann ich (theoretisch) machen, was ich will und kann. Ich kann mich austoben in optischen, inhaltlichen und Funktions-Themen. Ich kann ganz individuell agieren. Würde ich meine Meinung zu diesem Blog-Thema hier auf Twitter schreiben wollen, stieße ich an technische Grenzen. Es ginge einfach nicht.

Ich bin beim Bloggen nicht darauf angewiesen zu schauen, was der Provider anbietet. Ändert diese von heute auf morgen etwas, und es fehlt möglicher Weise plötzlich eine Funktion, steh ich aber doch betröppelt da. Das wird bei einem selbst aufgesetzten Blog nicht sein. Als Blogger mit eigenem Blog muss ich auch sehen, dass ich technisch up to date bleibe. Schon alleine aus Sicherheitsgründen, aber letztlich ist es meine Entscheidung ob und wann.

Was spricht für Social-Media-Kanäle?

Wie gesagt, für einen Quicky super. OK, etwas mehr Nutzen hat man schon davon, denn die sozialen Kanäle lassen sich beispielsweise prima nutzen, auf bestimmte Beiträge oder Aktionen oder…..hinzuweisen. Social Media ermöglicht es einem etwas besser eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, denen man schnell einige Infos und Inhalte anbieten kann.

Vorteil von Social Media ist, dass man unterschiedliche Kanäle mit Informationen und News versorgen kann und gezielt „arbeiten“ kann. Möchte ich ein Video zeigen bietet sich YouTube  zur Verbreitung an; Bilder rufen nach flickr als Verbreitungskanal. Junges Publikum werde ich wohl eher mit facebook  erreichen als über einen Blog.

Sie eignen sich für Nachrichten, wenn man unterwegs ist. Es ist auf dem Smartphone schneller mal etwas in den sozialen eingetragen, als ein Blog-Artikel erstellt.

Wo lässt sich eher fachsimpeln?

OK ich schränke mal ein, dass sich auf Google+ durchaus auch gut kommunizieren lässt, aber grundsätzlich finde ich fachliche Diskussionen im Blog besser aufgehoben.

Summa Summarum spricht für mich vieles für Blogs, gerade auch, wenn es um das interagieren geht. Die (anderen) sozialen Kanäle gänzlich zu vernachlässigen halte ich aber auch nicht für sinnvoll. Man sollte durchaus erwägen, dass die Anzahl an shares einen Einfluss bei den Sumas haben. Vielleicht sollte man es auch unter dem Motto sehen: „Gemeinsam ist man stark“.

Soweit also mal der ein oder andre Gedanke zum Thema: Blog vs Social Media.

Ich lade euch herzlich ein, mir Euren Standpunkt mit zu teilen. Wie seht ihr es?

6 Kommentare

  • Ich denke, dass die Social Media Kanäle meistens eher nur an der Oberfläche kratzen, was die Kommunikation angeht. Meiner Meinung nach ist hier schlicht die Geschwindigkeit ein großes Plus für Social Media.

    Persönlich verbringe ich viel lieber Zeit auf diversen Blogs als Tweets und andere Posts zu lesen. Und ich bin auch der Meinung, dass die Leute eher auf Blogs fachsimpeln. Die Plattform lädt eher dazu ein.

  • Hallo Sebastian, und herzlichen Dank für Dein Feedback. Ausgedehnte Diskussionen auf einem der sozialen Kanäle kann ich mir nicht (nur schwerlich) vorstellen.

  • Den Unterschied zwischen Bloggen und der Nutzung sozialer Netzwerke beschreibst du richtig. Soziale Netzwerke sind eher was für Quicky-Zugeneigte. 🙂 Ich glaube, Blogs tun sich in diesem gesamten Umfeld schon schwerer, gemessen an früheren Zeiten. Aber es hängt schon sehr davon ab, welche Inhalte man verbloggt. Bestimmte Themen interessieren die Leute, andere kaum. Und es spielt natürlich eine Rolle, wie gut der Autor ist und wie viel er für Eigenmarketing zu tun bereit ist. Also ist es schon eine Latte von Dingen, die man als Blogger zu beachten hat.

    Viele beginnen mit dem Bloggen und nur wenige sind damit auf Sicht auch erfolgreich. Aber ich habe auch schon Blogs „sterben“ sehen, die relativ erfolgreich waren und die deshalb wieder eingestellt wurden, weil der Blogger keinen Bock mehr hatte oder weil er beruflich zu stark eingespannt war.

    Aber das ist ja auch das Schöne am Bloggen. Man kann sich frei entscheiden und ist von niemandem abhängig. Nur Lust zum Bloggen muss man halt haben.

  • Erstmal: Super Artikel und interessante Gedanken!
    Ich persönlich finde, dass Social Media als Ergänzung zum Blog am Besten aufgehoben ist.
    Wie schon im Artikel erwähnt, ist Social Media für einen Quickie einfach besser geeignet als ein Blogpost mit mehreren 100 oder 1000 Wörtern. Wer mehr erfahren will, guckt sich die lange Version an. Über Social Media werden viele erreicht, die interessante Stichworte oder kurze Passagen lesen, die dann auf de Blog gehen, um ihr Wissen zu vertiefen.

    Meiner Meinung nach gehören beide dringend zusammen, wobei ich Social Media mehr als sinnvolle und nötige Ergänzung zum Blog sehe, anstatt als Konkurrenz.

    Toller Artikel, weiter so!

    Grüße
    Dennis

  • Hallo Dennis, danke herzlich für Dein nettes Feedback, und ich freue mich natürlich, dass dir der Beitrag gefällt.
    HG hans

Ich freue mich auf und über Kommentare