Blogs und bloggen

Blog Kommentare moderieren? Was spricht dafür und was dagegen?

Rund ums Bloggen und Blogs

Was wäre eine Vorstellung im Zirkus ohne Besucher und Applaus? Nichts! Den Artisten entginge eine wichtige Grundlage ihres künstlerischen Daseins. Ähnlich ergeht es auch uns Blog-Artisten. Wenn wir unseren Lesern (Publikum) einen Beitrag (Übung) präsentieren, freuen wir uns über Kommentare. Über Beifall.

Blog-Kommentare sind ja immer mal wieder Thema hier. Heute möchte ich aber mal etwas konkreter beleuchten, was für oder gegen Moderation der Kommentare spricht.

Grundsätzliches zu Kommentaren

Ein Blogartikel wird erst durch Leser-Kommentare rund. Sie geben dem Blogger eine Bestätigung für den Beitrag. Viele Blogger wünschen sich auch eine rege Diskussion. Was kann es schöneres geben, als dass sich ein Leser die Zeit nimmt und Mühe gibt, etwas – kritisches o. zustimmend gutes – zu schreiben. Aber, je mehr Popularität ein Blog hat, desto mehr backlinkorientierte Kommentare bekommt man. Hier häufen sich in letzter Zeit bsp. sinnfreie Kommentare mit einer Wegwerf-Mailadresse.

Wenn man keine Lust hat auf Kommentare von Werbetreibenden, oder man möglicherweise erst selektieren will, ob der Kommentar zur Veröffentlichung taugt, macht man sich Gedanken, wie man mit Kommentaren umgeht. Grundsätzlich moderieren, oder ohne Moderation durchlassen und ggf. später löschen / editieren?

Warum moderiere ich was?

Ich selber handhabe es aktuell wieder so, Kommentare zu moderieren, wenn der Autor noch keinen genehmigten Kommentar verfasst hat. Eine Weile habe ich vor Freigabe alle gesichtet. Ich sorge und kümmere mich aber auch mit dieser Verfahrensweise um meinen Blog und auch um Kommentare. Ohne die Meinungsfreiheit zu untergraben. Ich moderiere „Guter-Post-weiter-so-Kommentare“, langweilige Werbebotschaften und anderweitige geistige Fäkalien. Das wird als Spam markiert und entsorgt, sollte es nicht ohnehin von der Anti-Spam-Biene gefressen werden.

Wer sich bemüht und sinnvoll kommentiert und zum Thema und zur Diskussion beiträgt, der ist herzlich eingeladen und Willkommen. Eine abweichende Haltung ist überhaupt nicht schlimm, wenn sie sachlich, höflich und ordentlich argumentierend vorgetragen wird. Sie kann eine Diskussion ungeheuer bereichern. Sie wird und würde freigegeben.  Wer qualifiziert kommentiert und seinen Namen mit seiner Webseite verlinkt, tut was für sein Ansehen. Wer sich für seine Meinung nicht verstecken muss, nimmt seinen Namen. Der Spammer ist anders motiviert. Ihm ist am substanzlosen Linkbuilding auf – nicht selten –  fragwürdige Seiten gelegen.

Was ich niemals moderieren bzw. editieren würde, sind stilistische Punkte (Rechtschreibfehler). Es sei denn, ich werde darum gebeten. Bei allen Kommentaren bedenke ich, dass es ein Verfasser sein kann, der mit Bloggen wenig bis nichts am Hut hat und sich daher nicht so auskennt. Ich bedenke, dass es ein Verfasser sein kann, der der deutschen Sprache noch nicht so mächtig ist, oder dass es eine Rechtschreibschwäche haben könnte.

Was spricht für die Kommentar-Moderation?

Man hat eine inhaltliche Kontrolle und kann prüfen, ob es „gefährliche“ Kommentare, Passagen  oder Links gibt. Ein Blog ist kein Kneipentresen, an dem man – in der Regel – alles sagen kann, ohne dass mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen ist. Volksverhetzende, diskriminierende, beleidigende Kommentare sowie Hass- und Hetz-Parolen sind immer ein Nogo.

Kontrolle über Werbung. Ein Blog und dessen Kommentarfunktion ist keine Litfaßsäule, an die man Werbung jeder Art – kostenlos – einfach mal so anbringen kann.

Kontrolle über Keywords im Namensfeld. Schlüsselwörter haben da nichts zu suchen.

Auch ein Spam-Plugin bietet keinen 100%igen Schutz und es könnten fragwürdige Inhalte im Blog auftauchen. Sie bieten oft keinen Schutz gegen reine SEO-Kommentare. Sprich jene, die einzig zur Link-Erlangung geschrieben werden. Da man aber auch hier nicht pauschalisieren sollte, ein Kommentar möglicherweise einigermaßen relevanten Inhalt hat, reicht gegebenenfalls auch eine Linkreduzierung.

Moderieren hilft das Übersehen zu verhindern. Einen freigeschalteten Kommentar überliest und vergisst man (eher) nicht. Ich finde das durchaus wichtig, wenn man auf Kommentare seiner Leser eingeht. Fragen beantwortet. Ob ausführlich oder kurz sei mal dahingestellt. Wer sich aber die Zeit nimmt, etwas beizutragen, der darf (bei mir) auch eine Reaktion erwarten.

Wer Blog- und Kommentarpflege betreibt, der nimmt das Bloggen und seinen Blog ernst.

Off-Topic-Experten und Trollen kann der Zugang zur Spielwiese verwehrt werden.

Wer seinen Blog ernst nimmt, ihn und seine Leserinnen und Leser schätzt, für den ist die Kommentar-Moderation keine Last. Noch einmal: Ich persönlich habe gar nichts gegen kritische Kommentare. Sie müssen nicht zwangsläufig meine Meinung unterstützen. Beleidigen oder verunglimpfen dürfen sie aber nicht. Man muss sich an die Buchstaben des Gesetzes halten und sollte die Regeln des Anstandes befolgen. Wer das nicht tut, muss im Blog keine Bühne finden.

Was spricht gegen das Moderieren von Blog-Kommentaren?

Für Blogger, die sehr viele Kommentare erhalten ist die Moderation ein Mehraufwand an „Arbeit“.

Man muss regelmäßig / täglich (mehrfach) im Blog sein oder vertrauten Personen oder Co-Autoren Zugriff verschaffen.

Bloggern, die „heiße Eisen“ und brisante Themen behandeln, wird gerne schon mal vorgeworfen, man würde die Meinungsfreiheit untergraben. Manche reden gar von Zensur. Natürlich sollte man sich hüten, Kommentare zu löschen, weil sie kritisch (auch dem Autor gegenüber) sind. Wer zu seinen Artikeln steht, der kann damit auch umgehen. Löschungen und Nichtveröffentlichungen sollten niemals willkürlich geschehen.

Auf Blogs mit sehr vielen Kommentaren könnte eine Diskussion ins Stocken geraten. Die Anzahl der Blogs, die das betrifft, dürfte aber sehr überschaubar sein. Ich finde, dass eine zeitnahe Freischaltung in Ordnung ist. Natürlich wäre es schlecht, wenn bis zur Freischaltung mehrere Tage ins Land gingen.

Was ist das mit der Haftungsprivilegierung bei UGC = User-generated content = nutzergenerierte Inhalte.  Beim Freischalten von Kommentaren erlangt man ja Kenntnis vom Inhalt. Das könnte dazu führen, dass ein Haftungsprivileg (Haftung erst ab Kenntnisnahme) nicht mehr greift. Siehe dazu: upload-magazin.de/blog/715-basiswissen-journalismus-presserecht-fur-journalisten-und-blogger unter: Haftung für Kommentare Das ist keine Rechtsberatung. Die kann, darf und will ich nicht leisten.

Was soll man beachten beim Kommentieren?

Kommentare dienen dem Austausch, konstruktiver Kritik, der Diskussion, dem Feedback und dem Netzwerken. Wenn man auf einem Blog kommentieren möchte, kann man einiges beachten, damit man nicht möglicherweise als Spammer da steht. Kommentarspam sind u.a. Kommentare, die allein dazu da sind, auf die eigene Seite / Blog oder einen Blog-Artikel hinzuweisen. Und weiter:

  • Verwendet euren Namen. Key-Wörter haben im Namensfeld nichts zu suchen. Den Namen (Klarnamen) zu nehmen ist seriöser. Mit dem Namen kann man sich einen Namen machen.
  • Lest den Artikel (die wichtigen Passagen) und geht möglichst auf ihn ein.
  • Vermeidet inhaltsleere Einzeiler. Wie bereits angesprochen sind Kommentare a là „Toller Beitrag, weiter so“ furchtbar und Kommentarspam.
  • Stellt Fragen oder ergänzt Tipps, liefert Problemlösungen, gebt Hilfe oder teilt eure Erfahrungen.
  • Vermeidet Wegwerf-Mailadressen. Ich mag keine Kommentare, die mit temporären Mail-Adressen geschrieben werden.
  • Achtung mit Deeplinks. Sehr viele Kommentare, die einen Deeplink enthalten, werden meist aus einem Grund geschrieben. Zum Linkbuilding. Deeplinks sind OK, wenn sie einen wirklichen Nutzen haben. Verlinkt aber auch zu anderen Seiten. Nicht immer nur die eigene. Im Kommentar selbst sollte man grundsätzlich aber eher zurückhaltend sein mit Links.
  • Kommentiert sinnvoll und möglichst in einigen Sätzen.
  • Seid höflich, beleidigt nicht, verleumdet nicht, hetzt nicht.

Und noch

Übrigens: Kommentare müssen nicht zwangsläufig und immer aus 400 Wörtern bestehen. Manchmal tut es auch ein kurzes Feedback. Wenn ich auf einem Bilderblog gerne sagen möchte, dass mir das Bild gefällt, möchte ich als Laie keine ausführliche Grundsatzdiskussion zu Blenden und weiteren Fachthemen usw. abgeben. Grundsätzlich bin ich aber schon bemüht, etwas vernünftiges, detaillierter zu schreiben und freue mich selber auch darüber.

Ich freue mich wirklich auf jeden Kommentar. Blogkommentare sind noch immer ein entscheidender Faktor, um mit dem Leser zu interagieren.

Wie ist es bei euch?
Sichtet ihr erst Kommentare, bevor sie im Blog veröffentlicht werden? Wenn ja, warum handhabt ihr das so?
Oder, gehen sie direkt online?
Was spricht dafür und was dagegen?
Ich freue mich auf eure Ansichten zum Thema.

33 Kommentare

  • Haftungsprivilegierung bei UGC

    Hallo Hans, da hast Du mir doch glatt den Punkt vorweg genommen auf den ich hinweisen wollte. Aber so ist der Beitrag auch komplett.

    Es gibt doch dieses Plugin bei dem man den ersten Kommentar freigegeben muss.
    Die Folgekostentat gehen dann ohne Moderation online. Ich denke das nur wenige Blogger soviel Kommentare reinbekommen das sie den Überblick verlieren. Von daher ist die Variante den ersten Kommentar zu Moderieren zumindest für mich die bequemste.

    Wenn man dofollow Links gibt hat man mehr auszusortieren.

    Grüße und einen schönen Tag
    Lothar

    • Hallo Lothar,

      Es gibt doch dieses Plugin bei dem man den ersten Kommentar freigegeben muss

      Das ist doch aber schon in den „normalen“ Einstellungen. Da braucht es doch kein Plugin. 😉

      HG Hans

  • Hallo Hans,
    als ich mit dem Bloggen anfing, wollte ich auch jeden kommentieren lassen. Problematische Kommentare konnte ich ja immer noch löschen. Das hatte sich wohl recht schnell bei den falschen Leuten rumgesprochen 🙁 Nachdem ich mich dann tagelang damit amüsiert hatte, Hunderte von Spam-Kommentaren zu löschen, bin ich auch Moderation umgestiegen. Das hat auch den Vorteil, dass ich keinen Kommentar mehr verpasse 🙂 Ich finde Moderation wesentlich besser als die Anmeldung bei WordPress oder Ähnlichem zum Kommentieren. Aber bei mir bleiben die echten Kommentare ja auch im überschaubaren Rahmen.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina,

      stimmt, sich erst anmelden zu müssen, um zu kommentieren, ist schon sehr lästig. Das mache ich eher ausnahmsweise.

      Danke für dein Feedback.

      LG Hans

  • Hallo Hans,
    mit der Frage habe ich mich auch schon oft beschäftigt. Ich selbst bin für die Moderation, so lese ich auch wirklich jeden Kommentar und keiner geht unter. Schließlich möchte ich doch wissen was meine Leser schreiben und auch darauf antworten. Nur im Urlaub finde ich es manchmal schwierig. Lasse ich es dann bei der Moderation und laufe Gefahr, dass Kommentare teilweise bis zu vier Wochen in der Moderation verweilen oder stelle ich für den Urlaub die Kommentarfunktion um. Jedes Jahr wieder stelle ich mir die Frage und bin da noch nicht ganz schlüssig was ich besser finde.

    • Hallo Kerstin,

      und danke für deinen Kommentar.

      Mit Urlaub oder längerer Abwesenheit sprichst du einen wichtigen Punkt an. Wenn Kommentare 3 oder 4 Wochen in der Kommentier-Warteschleife festhängen, könnte das manchem sauer aufstoßen. Vermutlich würde ich sie (mit Ausnahme der Erstkommentatoren) für diese Zeit so durchgehen lassen, wenn ich wüsste, ich komme nicht online. Man möchte sich die Leute ja nicht vergraulen. 😉

      LG Hans

  • Hallo Hans,

    Ich bin ein großer Freund von Kommentaren und finde, dass sie das Salz in der Suppe sind, andere BLogger sehen das scheinbar nicht so und beantworten Kommentare nicht oder nur selektiv. Bei solchen Blogs schaue ich nicht mehr vorbei.

    Auch ich kenne Kommentare, die sind eher Werbung. Ist der Kommentar sehr allgemein gehalten und es ist eine URL unten angehangen, dann lösche ich die URL im Kommentar. Oder es sind Seiten verlinkt, die klar verkaufen wollen, diese Kommentare schalte ich nicht frei.

    Nicht zu moderieren ist einfach zu riskant, denn auch Anti Spam Bee flutscht schon mal einer durch 😉

    Herzliche Grüße, Bee

    • Hallo liebe Bee,

      ich bin ja auch großer Fan von Kommentaren und auch von deren Beantwortung. Ich lasse unbeantwortet, wenn es eine Diskussion zwischen Besuchern gibt. Sonst finde ich ein Feedback auf ein Feedback schon angebracht und höflich. Das sehen aber – wie du ja sagst – nicht alle so.

      Ich schaue jetzt mal, ob und wie das läuft, ohne zu moderieren. Die Hardcore-Spammer, die Anti-Spamm-Bee noch nicht kennt, stelle ich dem Bienchen vor.
      Ansonsten greift ja auch die Option: „muss erst einen genehmigten Kommentar haben“.

      Danke dir herzlich für deinen Kommentar

      Lieben Gruß
      Hans

  • Hallo Hans,
    ja danke für den Hinweis. Hatte ich glatt vergessen das die Einstellungen ohne Plugin geht.

    Wenn ein Kommentar gepostet wurde bekommt aber doch auch eine Mail
    Von daher kann Kommentare auch nicht verpassen.

    Grüße und einen schönen Tag
    Lothar

    • Hallo Lothar,

      hast natürlich recht mit der E-Mailbenachrichtigung. So schlimm ist das mit dem Übersehen auch nicht. Es sei denn, man hätte am Tag 50+ Kommentare.
      Man könnte die jeweilige Mail auch erst löschen oder als gelesen markieren, wenn der Kommentar beantwortet wurde. Das Ganze ist aber auch einfach eine Gewohnheitssache.

      Dir auch einen erfolgreichen und angenehmen Tag.

      HG
      Hans

  • Hallo Hans,

    wenn der 1. Kommentar erfolgt ist und ich diesen freigeschaltet habe, werden künftige Kommentare „durchgewunken“. So ist die Einstellung in meinem Blog. Ich hatte diese Einstellung vorübergehend auf generelle Moderation geändert. Davon bin ich nach der Beruhigung einer etwas aufgeregteren Zeit wieder abgegangen.

    Den Komfort für den Kommentarbereich habe ich ein wenig reduziert. Das nachträgliche Editieren ist nicht mehr möglich. Ich überlege immer wieder, ob nicht gerade dieser Bereich, der für die Besucher wichtig ist, möglichst umfassend auf die Benutzerfreundlichkeit hin getrimmt sein sollte.

    Ich beantworte jeden Kommentar! Mit Spam-Kommentaren, wie du sie beschrieben hast, habe ich Gott sei Dank wenig zu tun. Manchmal glaube ich, dass meine Antworten vielleicht übertrieben sind. Aber wenn eine Diskussion läuft, versuche ich auch dran zu bleiben. Hoffentlich wirkt das nicht so, als wollte ich am Ende nur das letzte Wort haben. Vermutlich ist das bei bestimmten Themen fast unvermeidlich.

    LG Horst

    • Hallo Horst,

      danke für dein Feedback.

      Ich hatte die Einstellung (autom. Freischaltung nach einem genehmigten) ja sehr lange. Irgendwann nervten da die schlüsseligen Dienste und zu der Zeit hab ich wohl umgestellt. Aber einen neuen Versuch will ich schon wagen.

      Ich finde, du solltest dir deine Art der Beantwortung bewahren. Das bist du. Zu antworten, wie man glaubt, dass es den Lesern gefallen könnte, wird Murks.

      LG Hans

  • Irgendwie scheint mir dein Blog der einzige zu sein, dessen Artikellinks mich im Blogger-Forum noch ansprechen… schade eigentlich. Aber das Forum scheint ja eh zu sterben, zumindest fühlt es sich so an.

    Kommentare sind immer ein spannendes Thema – und ich liebe sie. Auch dann, wenn Kritik enthalten ist… vielleicht dann sogar noch etwas mehr, denn jede Kritik ist eine Chance, mit weiterzuentwickeln und besser zu werden 🙂
    Und gerade weil ich mich so über jedes Kommentar freue, finde ich es wichtig, auf jedes auch zu antworten. Moderieren tue ich immer nur das erste Kommentar eines neuen Kommentators… also inzwischen höchstens 2-4% der Kommentare, schätze ich. Nur die „Toller Post“-Kommentare, die dann auch noch 5 Links enthalten, die kann ich nicht ausstehen und überlege manchmal, sie einfach zu löschen. Aber ich hadere, ob so ein Vorgehen vertretbar ist,…?

    Ich finde es aber sinnvoller, erst zu moderieren… Nachträgliches Löschen birgt eben das Risiko, dass es schon viiiele Menschen gelesen haben oder die Links schon mehrfach geklickt wurden, auch wenn sie „Spam“ sind. Dadurch, dass ich nur das erste Kommentar moderiere, habe ich da einen guten Mittelweg: Weniger Aufwand & die Kommentare erscheinen meist direkt; aber der Autor hat vorher beweisen müssen, dass er sinnvolle Kommentare hinterlässt.

    Rechtschreibung lasse ich auch unangetastet, nur unnötig Links zu deren Blogs lösche ich, da die ja im entsprechenden Feld auch eingetragen werden kann beim Kommentieren. Kontroverse Meinungen gehen natürlich auch online!

    Überlesen tue ich Kommentare aber wohl eh nicht, da ich bei jedem Kommentar eine E-Mail erhalte und diese erst lösche, wenn ich meine Antwort abgeschickt habe.

    Gegen das generelle Moderieren aller Kommentare spricht für mich, dass die Kommentare erst erscheinen, wenn ich Zeit finde, was eben nicht mehrmals täglich ist. So können die Leser schlechter aufeinander eingehen, was ich zu schade finde.

    Deine Kommentier-Tipps unterschreibe ich!

    Liebe Grüße!

    • Hallo Tabea,

      herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar.

      die „Toller Post“-Kommentare, die dann auch noch 5 Links enthalten, die kann ich nicht ausstehen und überlege manchmal, sie einfach zu löschen. Aber ich hadere, ob so ein Vorgehen vertretbar ist,…?

      Ich finde das aber sowas von vertretbar. Gut es mag mal ein Besucher dabei sein, der in Kürze kommentiert und mit den Blogger-Gepflogenheiten nicht so firm ist. Ich denke, die erkennt man gut raus, auch weil sie wahrscheinlich keine Armada an Links enthalten.

      Kritik, so sie konstruktiv ist, finde ich gut. Da nimmt sich jemand wirklich die Zeit und bemüht sich, auf den Beitrag einzugehen. Pauschale „Ich-kritisiere-mal-um-zu-kritisieren“ Kritik meine ich da natürlich nicht.

      Herzlichen Dank nochmal

      LG Hans

      ich muss doch endlich mal mein Zucchinirezept posten 😉

  • Nabend Hans,

    ich moderiere bei mir auch alle Kommentare. Ist irgendwie zur Gewohnheit geworden. Beim Freischalten gibt es dann meistens auch direkt eine Antwort von mir, wenn es die Zeit zulässt. Es gibt doch immer was zu editieren. Seien es Keywords als Name oder Links von Schlüsseldiensten oder – im Moment bei mir ein Renner – Hotels in Tirol.

    Jetzt gehöre ich aber auch zu den Menschen, die irgendwie daueronline sind und die Moderation meist nicht lange auf sich warten lässt. Wenn wir auf Reisen gehen, in Regionen wo wir vielleicht nicht immer online sind, dann stelle ich das System so um, dass bekannte Kommentierer automatisch frei geschaltet werden. Die Kommentare tagelang in der Moderation liegen zu lassen, finde ich auch nicht schön.

    LG Thomas

    • Nabend Thomas,

      schön, dich zu lesen. Danke.

      Bei mir gerade hoch im Kurs. Sinnreduzierte Beiträge, die mit einer Wegwerf-Mail-Adresse verfasst werden. Der Name des Autor(in)s hat auch nicht im Entferntesten etwas mit dem Namen im Impressum der Seite, für die geworben wird, zu tun.

      Ich bin auch recht schnell, denn zu lange warten zu müssen lädt die Besucher nicht wirklich dazu ein, wiederzukommen. Das wollen wir aber ja bei der Mehrzahl der Kommentierer.

      LG Hans

  • Hallo Hans, wenn man regelmäßig viele Comments kriegt, dann muss man ja förmlich auf Prüfung stellen. Es gibt leider zu viele, die das kleinste Schlupfloch ausnutzen. Die schreiben dann eben einen Kommentar, der freigegeben wird und verbreiten dann ihre Werbebotschaften. Ein paar bleiben da schon bestehen, weil der Admin den nicht bemerkt. Aufpassen muss man auch, wenn man eigene Kommis editieren kann. Ich mach bald auch wider ein Blog auf. Kommentare werden aber erst überprüft.

    • Hallo Bernd,

      danke für deine Auslegung.

      Ich persönlich habe schon noch den Eindruck, dass die Mehrheit „vernünftige“ Kommentare schreibt. Natürlich sind die Spammer nervig. Man muss sie halt immer wieder und konsequent in die Schranken weisen.

      Stell das auf deinem Blog so ein, dass du dich wohl fühlst damit. Du solltest nur möglichst zeitnah freischalten. Also es sollten keine Tage vergehen, bis du sichtest und frei gibst. Gerade auf einem neuen Blog könnte das schlecht sein.

      HG Hans

  • Hallo Hans,

    In unserem Blog ist das Kommentaraufkommen gering, obwohl wir DoFollow vergeben und die Kommentare nicht moderieren.

    Die Anti-Spam-Biene schwirrt bei uns zwar auch herum. Doch selbst das Aufkommen von Spam-Kommentaren hält sich in Grenzen. Irgendwas machen wir falsch. 😀 Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht im Blogger-Forum sind. Ist damit „meinbloggerforum.com“ gemeint?

    Sollten wir uns einmal vor Kommentaren nicht mehr retten können, überlege ich mir vielleicht, sie zu moderieren. Bis dahin kann ich Spam und „gefährliche Kommentare“ im Nachhinein löschen.

    Liebe Grüße
    Patrick

    • Hallo Patrick,

      vor Spam kann sich das Bienchen hier kaum retten. Gut, dass es zuverlässig arbeitet. Manchmal muss man ihm etwas unter die Arme greifen, aber das ist kein Problem.

      Vor einiger Zeit gab es immer mal Listen, die Blogs und Foren – die Kommentare ohne nofollow zulassen – auflisteten. Da mag sich mancher drüber gefreut haben. Es führt aber auch „dunkle Poster“ in die jeweiligen Blogs. Der Ordnung halber sei aber auch erwähnt, dass schon vernünftige Kommentare kommen.

      Es gibt neben meinbloggerforum.com noch die webmasterwelten.de von Alex. In beiden hast du die Möglichkeit auch auf neue Blogbeiträge hinzuweisen. Erfahrungsaustausch unter Bloggern und Webmastern inklusive.

      Es gibt auch eine Reihe an Google+ Blogger-Gruppen. Die sind auch schon mal für den einen oder anderen Besucher gut.

      Wenn das Spamaufkommen zu hoch werden sollte, stelle ich auch wieder um, denn ein Merkmal qualitativer Seiten ist eben, dass kein spammiger Besucherinhalt vorhanden ist.

      Danke für dein Feedback.

      LG Hans

  • Dafür und dagegen spricht doch nur die Arbeitszeit. Bei moderieren muss man die guten Kommentare freischalten und beim nicht moderieren muss man die schlechten Kommentare löschen. Ich würde einfach das machen mit dem ich weniger Arbeit hätte. Das kann man pauschal nicht sagen. Für den einen dürfte moderieren weniger Arbeit sein und für den anderen das löschen.

    Gruß

    Rainer

    • Hallo Rainer,

      vom Arbeitsaufkommen tut es sich nicht viel, wenn einem nicht egal ist, was da so kommentiert wird.

      Danke dir für deine Sichtweise.

      HG Hans

  • Ich habe es so eingestellt, dass jeder, der bereits einmal einen genehmigten Kommentar geschrieben, später automatisch freigeschaltet wird. Das birgt zwar auch ein gewisses Risiko, aber ich halte es für einen guten Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort.
    Als Blogbetreiber ist man für seinen Blog verantwortlich und will da keine rechten Dreck oder russische Traumfrauen auf dieser Oberfläche haben.
    LG
    Sabienes

    • Hallo Sabiene,

      danke für dein Feedback. Ich hoffe, dass sich diese Einstellung auch bei mir wieder bewährt. Lange Zeit hatte ich das ja schon mal. Bis dann Schlüsseldienste und Co. kamen. Wir werden es sehen, will aber guten Mutes sein. 😉

      Ein schönes Wochenende.
      LG Hans

  • Ich persönlich schalte Kommentare auf meinen Seiten auch immer manuell frei. Eigentlich würde ich das ganze gerne direkt veröffentlichen lassen, aber leider hat man dann mitunter wirklich viele Spam Kommentare.
    Teilweise habe ich unmengen an Englisch-sprachigen Spam Kommentaren auf einem deutschen Blog.
    Ich glaube auch, wenn man Kommentare direkt freischaltet landet man auf irgendwelchen Listen. Listen die Spammer ohne Ende einzuladen, um sinnfreie Kommentare zu verfassen.

    Über die Möglichkeit, einen Kommentar einer Person freizuschalten, die bereits mal einen Kommentar abgegeben hat, habe ich ehrlich gesagt noch nie nachgedacht.
    Das schaue ich mir wohl mal an 😉

    Beste Grüße
    Daniel

    • Hallo Daniel,

      danke für dein Feedback.

      Englischsprachigen Spam filtert die Antispam-Biene hier größtenteils raus. Und wenn doch mal einer durchgeht, dann wird er als Spam markiert.

      HG Hans

  • Hallo, also ich finde das man Blog Kommentare nicht automatisch freischalten sollte. Ein nicht genehmigter Kommentar ist höflicher als eine Löschung im Nachhinein. Wie seht ihr das?
    grüße
    Christian

    • Hallo Christian,

      danke für deinen Blickwinkel.

      Wenn ein Kommentar im Nachhinein gelöscht werden muss, dann gibt es dafür ja Gründe. Bliebe also, so zu kommentieren, dass es keinen Grund für eine Löschung gibt. Unhöflich vom Blogbetreiber fände ich das daher eigentlich nicht.

      HG Hans

  • Hallo Hans,

    ich finde es auch völlig korrekt – wenn es angemessen ist – Kommentare zu moderieren. Das ist meistens nur selten der Fall, aber wichtig mMn. Viel wichtiger sind jedoch Kommentare generell zu erlauben und auch kritische Meinungen zu einem Post zu erlauben.

    YouTube rankt auch Videos die beispielsweise 50 % Daumen nach oben und 50 % Daumen nach unten haben. Ist doch schon, wenn auch einmal ein Post polarisiert und eine vernünftige Diskussion unter dem Artikel entsteht. Wenn ein Kommentar dann aus der Reihe fällt wird der eh meistens von anderen Nutzern zurechtgewiesen. Kommt natürlich auch immer auf die Leserschaft an.

    Grundsätzlich finde ich Feedback von den Lesern in Form von Kommentaren essentiell. Viele Webseitenbetreiber arbeiten eh schon isoliert genug im HomeOffice – da ist ein bisschen Interaktion mit den Usern doch etwas Schönes!

    • Hallo Michael,

      danke für deine Sichtweise.

      Kritische Kommentare zu löschen, nur weil sie kritisch sind, ist feige und ganz sicher nicht empfehlenswert. Genauso verhält es sich mit anderen Meinungen – auch jene, die mal hitzig geäußert werden. Beides würde ich jedenfalls nicht löschen, solange es nach den Buchstaben des Gesetzes verfasst ist. Also niemanden beleidigt oder verleumdet u.s.w.

      Leider nehmen Spam-Kommentare aber immer mehr zu und da – finde ich – ist es schon angemessen, da einen Riegel vorzuschieben. Stammleser wollen das auch nicht lesen. Da hat man (zu einem gewissen Teil) auch eine Verantwortung ihnen gegenüber.

      Ich teile den Grundsatz, dass Kommentare sehr wichtig sind für einen Blog. Dennoch würde ich nicht jeden Mist freischalten, bzw. stehen lassen, nur um Kommentare zu haben. Ist möglicherweise ein Drahtseilakt, es einerseits nicht zu verbissen zu sehen, andererseits aber der Qualität den Vorrang zu geben.

      Interaktion ist toll. Davon darf es gerne auch etwas mehr sein. 😉

      HG Hans

  • Hallo Hans,
    heute ist mein neue Blog-Kommentare-Runde, die in letzter Zeit zu kurz gekommen war. Ich schalte meine Kommentare auf dem Hauptblog auch manuell frei, weil ich einfach Kontrolle darüber haben will. Spam lässt die AntiSpamBee dennoch durch, sprich packt es in den Spamordner. In den letzten Monaten nichts Brauchbares im Spamordner entdeckt, sodass ich beinah jedes Mal einfach so den Spam nachträglich löschen kann.

    Ich mag keine Kommentare, die etwas mit meinem Leben privat zu tun haben. Privat ist offline und da unterscheide ich zwischen online und offline. Tipps zum Offline-Leben brauche ich keinerlei, denn immerhin schon gross genug 😉 Daher will ich solche Debatten im Hauptblog nicht haben. Alles was zu Bloggen und rundherum ist, kann gerne debattiert werden und ich schalte auch nur gute Comments frei.

    Linkbuilder sind nicht wirklich willkommen, aber oft sind es vom Inhalt her passable Kommentare. Immer wieder versucht jemand seinen Deeplink im Kommentare-Feld für die Webseite unterzubringen, was ich auch nicht gerne sehe. Wenn jemand seinen richtigen Namen oder eben den Pseudonamen nimmt, nicht den, den er sich erst vor Sekunden ausdachte, sondern schon immer hatte und noch die normale Webseite verlinkt, wird freigeschaltet.

    Ob es nun ein Shop oder Portal ist, ist mir gleich, denn es kann durchaus spannend sein für Onlineshopper unter den Lesern. Sollte solche auch geben.

    Mit teilweise doFollow arbeite ich in den meisten meiner WP-Blogs und bisher kein extremes Kommentar-Aufkommen zu verzeichnen. Das hat sich wohl herumgesprochen, dass das Kommentieren streng moderiert wird und nur, wer sich Mühe gibt, ist immer willkommen. Dabei bleibe ich auch und wenn ich selbst feedbacke, dann wird es auch dementsprechend korrekt gehandhabt.

    • Hallo Alex,

      auch hier ein herzliches Dankeschön für deine Ansicht im Rahmen deiner Kommentierrunde.

      Wenn die Kommentare Sinn machen und man erkennbar Bezug zum Artikel genommen hat, dann gehen auch Kommentare durch, die von linkhungrigen Nutzern kommen. Da Deeplinks in vielen Fällen nicht relevant sind, „entdeepe“ ich die.

      Ein vernünftiger Kommentar darf auch von einem Shop kommen. Damit habe ich kein grundsätzliches Problem.

      Schönen Sonntag noch. HG

      Hans

Ich freue mich auf und über Kommentare